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Michael Roth mit Trainingslager sehr zufrieden

Mehr als ein Dutzend harter Übungseinheiten steckten den Bundesliga-Handballern der MT Melsungen in den Knochen. Dennoch gewannen sie auch das zweite Vorbereitungsspiel. Nachdem sich die Nordhessen unmittelbar vor Beginn des Trainingslagers im Robinson Club in Göhren-Lebbin am Fleesensee gegen den Oranienburger HC durchgesetzt hatten, feierten sie während eines Zwischenstopps auf der Rückreise von der Mecklenburgischen Seenplatte einen 37:32-Erfolg beim Drittligisten HSV Hamburg. HNA-Redakteur Björn Mahr begleitete die MT während einiger Trainingstage und blickt hier auch auf das abschließende Testspiel in der gut gefüllten Alsterdorfer Sporthalle,

Roth: Es hat alles perfekt geklappt
Bereits im März dieses Jahres hatten Melsungens Handball-Trainer Michael  Roth  und  Manager  Axel Geerken dem Robinson Club Fleesensee in Göhren-Lebbin einen Besuch abgestattet. Nicht, um ein paar Tage zu entspannen. Nein, sie machten sich ein Bild von den Trainingsbedingungen, von den Zimmern und von der kulinarischen Vielfalt. Klar, eine ambitionierte Mannschaft wie die MT überlässt bei der Organisation nichts dem Zufall. Erst recht nicht, nachdem im Jahr zuvor im schwedischen Ahus eben nicht alles passte. Das Essen entsprach seinerzeit nicht den Vorstellungen: „Coach, uns schmeckt’s nicht.“

Diesmal zog Roth ein rundum positives Fazit: „Es hat alles perfekt geklappt.“ Wenn er es nicht ohnehin schon wusste, dann weiß er jetzt: Die Neuzugänge Arjan Haenen und Gabor Langhans passen gut zur MT. „In Einzelgesprächen habe ich gespürt: Alle sind von den beiden angetan“, berichtete Roth.

Vor allem war es an der Mecklenburgische Seenplatte ein Trainingslager der kurzen Wege. Ein großes Fitnessstudio war nur einen weiten Torwartabwurf entfernt. Auf der Clubanlage war genügend Platz, um diverse Laufübungen und die alltäglichen Kniebeugen und Liegestütze zu absolvieren. Zudem bat Physiotherapeutin Jenny Bajerke – wenn sie nicht die Muskeln der schwer belasteten Handballer kneten musste – die beiden Rekonvaleszenten Johan Sjöstrand und Marino Maric im Swimmingpool zur Wassergymnastik. Das Gelände mussten die Melsunger nur zweimal verlassen: Als sie mit dem Mannschaftsbus ins fünf Kilometer entfernte Malchow fuhren, wo eine entsprechende Halle für Wurfübungen genutzt wurde. Und für den Teamabend, der aus einem Barbecue direkt an den Ufern des Fleesensees bestand. Ein Glas Bier war den Spielern allerdings nicht gestattet. Was einen einfachen Grund hatte: Tags darauf stand der Test beim HSV an.

Der Test in Hamburg: Es geht auch mal ohne gelernten Kreisläufer
Auf dem Papier hat Bundesligist Melsungen genügend Kreisläufer: Felix Danner, Marino Maric und der junge Johannes Golla können sich in der Nahwurfzone gut in Szene setzen. Seit dem 37:32 (22:19) im Test gestern beim Drittligisten HSV Hamburg aber steht fest, dass Trainer Michael Roth künftig noch eine weitere Option besitzt. Timm Schneider, ein etatmäßiger Mittelmann, überzeugte in ungewohnter Rolle und war mit acht Treffern hinter Linksaußen Michael Allendorf zweitbester Werfer seines Teams. 
„Timm hat die Sache sehr ordentlich gemacht“, befand Roth, der aus verschiedenen Gründen zu dieser Umstellung gezwungen war. Maric leidet noch an den Folgen eines Fußbruchs, und Golla spielt zurzeit Junioren-EM in Dänemark. Da Danner im Trainingslager leichte Rückenprobleme hatte, wurde er beim Auftritt in der Sporthalle Hamburg geschont.

„37 Treffer sind absolut in Ordnung, aber 32 Gegentore gegen einen Drittligisten sind definitiv zu viel“, resümierte MT-Kapitän Michael Müller. Ihm und seinen Kollegen war das harte Übungsprogramm der vergangenen Tage deutlich anzumerken. So verhielt sich die Abwehr teilweise zu passiv. Zudem waren René Villadsen und Maurice Paske im Tor als Ersatz für den Rekonvaleszenten Johan Sjöstrand zunächst nicht der erhoffte Rückhalt.
Immerhin: Nachdem die Melsunger vor der Pause aus einem 17:17 eine 21:17-Führung gemacht hatten, behielten sie nach dem Wechsel weitgehend die Kontrolle. Nur einmal noch verkürzte der HSV auf 30:31. Mit dem 34:31 durch Jeffrey Boomhouwer bog die MT endgültig auf die Siegerstraße ein. „Es ging nur ums Gewinnen, nicht um einen Schönheitspreis“, machte Roth klar.

MT: Villadsen, Paske - Allendorf 11/7, Haenen 2, Langhans, Boomhouwer 3, Rnic 1, P. Müller 1, M. Müller 1, Sellin, 2, Schneider 8, Vuckovic 5, Fahlgren 3, Backs, Grolla.
(Björn Mahr, HNA, 01.08.16)

Ab Mittwoch Linden-Cup-Teilnahme

Nach einer kurzen Regenerationsphase am Montag stehen in heimischer Umgebung erneut einige Kraft- und Ausdauereinheiten auf dem Programm, ehe es am Donnerstag zu weiteren Tests gegen anspruchsvolle Gegner geht. Dann beginnt nämlich der Linden-Cup, bei dem die MT u.a. auf Wetzlar und Magdeburg trifft.

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