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Erfolgreicher Olympia-Auftakt - die deutschen Handballer schlagen Schweden

Erfolgreicher Olympia-Auftakt für die deutschen Handballer! In einem intensiv geführten Spiel schlägt die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson den Silbermedaillengewinner der Olympischen Sommerspiele 2012 in London Schweden verdient mit 32:29 (18:15) und sichert sich damit die ersten zwei Punkte im Turnier. Erfolgreichster Werfer auf Seiten der deutschen Mannschaft war Julius Kühn mit acht Toren, bei den Skandinaviern traf Jerry Tollbring am häufigsten (acht Mal). Bereits am Dienstag bestreiten die deutschen Handballer ihr zweites Vorrundenspiel. Gegner ist um 16.30 Uhr Polen (live im ZDF). 

Der Europameister startete nervös in die Partie und musste gleich nach zehn Sekunden die erste Zeitstrafe gegen Julius Kühn hinnehmen. Zu Beginn kontrollierte Schweden die Partie gegen eine deutsche Mannschaft, die in der Defensive wie auch Offensive ihren Rhythmus suchte. Folgerichtig zeigte die Anzeigetafel in der Future Arena nach sieben Minuten eine 4:1-Führung für die Nordeuropäer. Einen Schockmoment erlebten die Zuschauer kurz darauf: Bei einer Verteidigungssituation blieb Schwedens Lukas Nilsson am Boden liegen und musste das Spielfeld verlassen - an dieser Stelle noch einmal gute Besserung an Nilsson.

Mit zunehmender Spieldauer bekam die Mannschaft von Sigurdsson, der immer wieder mit siebten Feldspieler agierte, das Spiel immer besser in den Griff. Vor allem Kühn war in der Offensive eine wichtige Option und traf aus dem linken Rückraum nach Belieben. Kapitän Uwe Gensheimer war es schließlich, der die DHB-Auswahl erstmals in Führung brachte (6:5, elfte Minute).

In der Folge entwickelte sich ein intensives Spiel, bei dem die deutschen Handballer nicht nur in der eigenen Defensive, sondern auch in der Offensive Glanzpunkte setzen konnten. Vor allem Fabian Wiede gestaltete das Spiel hervorragend und war Ausgangspunkt vieler erfolgreicher Abschlüsse. Auch die Schweden agierten mit dem siebten Feldspieler, was Torhüter Andreas Wolff mit einem Torerfolg nutzte (13:11, 23. Minute).

Doch nicht nur dadurch zeichnete sich Wolff aus, auch vereitelte der Nationaltorhüter mehrfach gute Gelegenheiten der Skandinavier. Folgerichtig gingen die deutschen Handballer mit einer 18:15-Führung in einer intensiv geführten Partie in die Pause. Beide Mannschaften kassierten bis zur Pause bereits jeweils fünf Zeitstrafen vom dänischen Schiedsrichtergespann Martin Gjeding und Mads Hansen. In der deutschen Offensive stach neben Regisseur Wiede Kühn hervor, der eine 100-prozentige Wurfquote aufweiste. Zudem schaffte es die deutsche Mannschaft, die gefährlichen Tempogegenstöße der Schweden zu kontrollieren.

Nach dem Seitenwechsel bestimmten zunächst die beiden Abwehrreihen sowie Torhüter (Wolff und Mikael Appelgren) das Geschehen, sodass Tore zunächst Mangelware blieben. Den ersten deutschen Treffer im zweiten Durchgang Gensheimer mit einem erfolgreichen Siebenmeter zum 19:16 (37. Minute). Die Schweden blieben jedoch immer in Schlagdistanz, suchten in ihrer Offensive immer wieder Johan Jakobsson, der erfolgreich einnetzte.

Einen weiteren Rückschlag mussten die Schweden bereits in der 40. Spielminute hinnehmen, als Kapitän Tobias Karlsson mit der dritten Zwei-Minuten-Strafe vorzeitig das Feld verlassen musste. Die deutschen Handballer nutzten diesen Vorteil zunächst aus und bauten ihren Vorsprung durch Hendrik Pekeler und Wiede erstmals auf vier Tore aus (23:19, 43. Minute).

Doch wieder gaben sich die Schweden nicht auf. Deutschland agierte in dieser Phase nachlässig, kassierte in wenigen Minuten mehrere Zeitstrafen und das nutzte der Rekord-Europameister gnadenlos aus. Vier Tore in Serie in Überzahl, vor allem durch den 20-Jährigen Jerry Tollbring vom Siebenmeterpunkt, und schon war das Spiel wieder ausgeglichen - Sigurdsson reagierte mit der Auszeit.

Aus dieser kamen die deutschen Handballer wacher, verteidigten wieder intensiver und nutzten die daraus resultierenden Ballgewinne zu einfachen Toren aus. Besonders Rechtsaußen Tobias Reichmann zeigte in mehreren Eins-gegen-Eins-Situationen gegen Appelgren starke Nerven (28:26, 55. Minute). In der Schlussphase behielt die DHB-Auswahl in einem immer noch hoch intensiven Spiel die Nerven und sicherte sich am Ende verdient die ersten zwei Punkte. Den Schlusspunkte setzte der am Ende eiskalte Reichmann wenige Augenblicke vor dem Abpfiff zum 32:29-Endstand.

Statistik: Schweden - Deutschland in der Future Arena in Rio 29:32 (15:18)

Schweden: M. Andersson, Appelgren; Gottfridsson (1), K. Andersson, Tollbring (8/8), L. Nilsson, Steinbacken, Karlsson, Jakobsson (5), Petersen (3), Stenmalm (4), Zachrisson (3), A. Nilsson (3), Nielsen (2).
Deutschland: Heinevetter, Wolff (2); Gensheimer (5/2), Lemke (1), Wiencek (2), Reichmann (6), Wiede (4), Pekeler (2), Strobel, Groetzki, Häfner, Kühn (7), Dissinger, Drux (3)
Schiedsrichter: Gjeding/Hansen (DEN); Zeitstrafen: Schweden 18 Minuten Deutschland 18 Minuten; Siebenmeter: 7/7:2/2; Spielfilm: 4:1 (6.), 5:6 (11.), 7:9 (16.), 12:15 (25.), 15:18 (Halbzeit), 17:20 (37.), 21:23 (43.), 25:25 (52.), 27:30 (57.), 29:32 (Endstand)

(dhb.de, Foto: TV-Screenshot)

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