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MT vs. Flensburg: Highlight in ausverkaufter Halle

Die Kasseler Rothenbach-Halle ist seit Monaten ausverkauft – 4.300 Fans freuen sich darauf, das sportliche Highlight des Jahres live vor Ort zu erleben: Handball-Bundesligist MT Melsungen empfängt am 27. Dezember Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt. Anwurf ist um 18:15 Uhr. Gut und gerne doppelt so viele Tickets hätte die MT zu diesem Leckerbissen verkaufen können. Der Trost für alle, die keines mehr bekommen haben: Diese Begegnung des 18. Spieltages, dem Start in die Rückrunde der DKB Handball-Bundesliga, ist live im Free-TV auf Sport1 zu sehen.

Alibek Käsler-Foto: MT Kapitän Michael Müller gegen den Flensburger Block mit Karlsson, Glandorf und Heinl.

“Solche attraktiven Spielpaarungen und das Timing sind für Zuschauer einfach ideal. Das ist zu dieser Zeit in den Bundesliga-Hallen in ganz Deutschland zu beobachten. Spiele um die Feiertage herum sind für die Fans in der Regel im wahrsten Sinne Festspiele. Wir selber hatten für den 27. Dezember so viele Anfragen, dass wir die Rothenbach-Halle gut zweimal hätten füllen können. Deshalb ist es eine glückliche Fügung, dass dieses Spiel auch live im TV zu sehen ist”, berichtet MT-Vorstand Axel Geerken.

Nun also die SG Flensburg-Handewitt zum Dritten! Bereits zweimal haben sich der Top-Meisterschaftsfavorit und die MT in dieser Saison gegenübergestanden – einmal in der Liga und einmal im DHB-Pokal – nun also steht der dritte Vergleich an. Und damit die Gelegenheit für die Nordhessen, für die beiden vorangegangenen, verhältnismäßig knappen Niederlagen Revanche zu nehmen.

Das erste Kräftemessen Ende September in der Flens-Arena ging mit 29:25 weniger klar an den haushohen Favoriten als erwartet. Gleiches trifft für das DHB-Pokalduell vor zwei Wochen an gleicher Stelle zu. Zweieinhalb Minuten vor Schluss war das Roth-Team bis auf zwei Treffer heran gekommen. Will heißen, die MT kann trotz des Unterschieds von 10 Tabellenplätzen an guten Tagen auch mit einem Gegner dieser Güte über weite Strecken eines Spiels mithalten.  

Das ist die Hoffnung auch jetzt im Lager der Nordhessen. Dabei will man noch nicht einmal an den September letzten Jahres zurückdenken, als der MT sogar das Husarenstück gelang, die SG in eigener Halle in die Schranken zu weisen. Das damalige 33:32 ist der bislang einzige Sieg der Rotweissen über die Fördestädter.

Die Ausgangslage bei der MT, aktuell auf Platz 11 liegend, unterscheidet sich jedoch deutlich von der vor einem Jahr. Seinerzeit reiste das Roth-Team nach einem Traumstart mit blütenweißer Weste gen Norden. Und setzte dort sensationell seinen Höhenflug fort. Einzige Parallele zum bevorstehenden Aufeinandertreffen: Die Mannschaft musste auch damals schon auf vier verletzte Stammkräfte verzichten.

Apropos: Von den Ausfällen angeschlagener Spieler kann die MT in dieser Saison ein Lied singen. Die Verletzungsmisere hat sich im Dezember verschärft, in den letzten vier, fünf Spielen musste Michael Roth auf bis zu fünf Akteure verzichten. Aus dem derzeitigen Lazarett mit Gabor Langhans, Svetislav Verkic, Dener Jaanimaa, Nenad Vuckovic und Felix Danner könnte im günstigsten Falle bis zum Dienstag lediglich Felix Danner wieder fit sein. Für alle anderen ist das Jahr sportlich bereits vorbei.

Umso höher sind die in diesen letzten Wochen gezeigten Leistung zu bewerten. Auch wenn drei der fünf Begegnungen verloren wurden, machen die Auftritte in Berlin, Flensburg und Magdeburg Mut. Meist war die MT nur ein Wimpernschlag davon entfernt, Zählbares mit nach Hause zu bringen. Hätten die Schlüsselspieler bei entsprechend personeller Alternative zumindest zeitweise entlastet werden können, wäre res letztlich keine Frage schwindender Kräfte und Konzentration gewesen. 

Wie dem auch sei, die MT will sich dabei mit einer engagierten Vorstellung gegen den Tabellenführer und gleichzeitigen “Herbstmeister” von ihren Fans in die WM-Pause verabschieden. “Durch die hohe Belastung in der engen Besetzung kriechen die meisten Spieler auf dem Zahnfleisch. Nichtsdestotrotz sollte die bevorstehende Pause jetzt nochmal die letzten Kräfte freisetzen. Wir wollen gegen den klaren Favoriten nochmal alles geben und damit unseren Fans zeigen, dass wir kein Spiel einfach abschenken, auch wenn der Gegner noch so übermächtig erscheint”, erklärt Michael Roth.

Sein Gegenüber Ljubomir Vranjes, ist sich sicher: “Das wird gegen die MT schwer genug. In der Liga gibt es nicht nur Kiel und die Löwen, auch jede andere Mannschaft kann gefährlich werden”, sagte der SG-Coach gegenüber dem Flensburger Tageblatt. Vranjes kann voraussichtlich auch für das Spiel gegen die MT aus dem Vollen Schöpfen. Alle Akteure seines 18-köpfigen Kaders sind derzeit einsatzbereit, u.a. Andersson, dem wieder einmal besten Torhüter der Liga, die Gegenstoßspezialisten Svan (rechts) und Eggert (links), das Rückraum-Trio Lauge - Mogensen -  Holger Glandorf oder die Kreisbesetzung mit Zachariassen und Heinl. 

Schiedsrichter in Kassel:
Robert Schulze / Tobias Tönnies (beide Magdeburg); DHB-Spielaufsicht: Nils Szuka

Live-Berichterstattung aus Kassel: 

Sport1 überträgt live im Free-TV und parallel auch auf Sport1.de als Internetstream.
Auf Radio HNA kommentiert Jens Nähler das Spiel in voller Länge.
Auf Twitter informieren die MT-Fanreporterinnen Antje Langhorst und Alicia Kneuer.
Ebenfalls live wird die Pressekonferenz mit den beiden Coaches Michael Roth und Ljubomir Vranjes rund 15 Minuten nach Spielende auf Facebook zu sehen sein.

Zur Homepage der SG Flensburg-Handwitt: Hier klicken!

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