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Heide-Cup: Ersatzgeschwächte MT unterliegt im Finale Wetzlar mit 17:24

Im Finale des internationalen Turniers um den Heide-Cup im niedersächsichen Schnerverdingen musste die MT Melsungen dem Kontrahnetn aus Mittelhessen, der HSG Wetzlar 17:24 (8:14) den Vortritt lassen. Währen die HSG dabei erneut auf eine starke Abwehr setzte und in Benjamin Buric, der als bester Torhüter des Turnieres ausgezeichnet wurde, den stärkeren Schlussmann hatte, konnte die MT die Ausfälle von Momir Rnic und Michael Müller nicht kompensieren. Beste Werfer im Finale waren für die HSG Maximilian Holst (8 Tore) und für die MT Philipp Müller (4).

Ohne Michael Müller (Knieverletzung) und Momir Rnic, der sich derweil über die Geburt von Söhnchen Ognjen freuen durfte, begann die MT Melsungen im Endspiel mit Philipp Müller, Nenad Vuckovic und Gabor Langhans im Rückraum. Bei der HSG, wo Joao Ferraz weiterhin pausieren musste, stand Vladan Lipovina erneut in der Startaufstellung. Das Team von Wandschneider erwischte den besseren Start und lag schnell in Front - Maximilian Holst, der später mit insgesamt 27 Treffern als Torschützenkönig des Turnieres geehrt wurde, traf zum 5:2 (9.). Benjamin Buric hatte mit zwei schönen Paraden seinen Anteil an der Führung.

Das Fehlen von Müller und Rnic merkte man der MT Melsungen vor allem im Offensivspiel an. Es fehlte die Durchschlagskraft, um gegen die Wetzlarer Defensive zum Torerfolg zu kommen. „Wir haben wieder eine sehr gute Abwehr mit einem sehr guten Torwart gestellt“, freute sich Mittelblocker Stefan Kneer nach Abpfiff. Die Wetzlarer ließen den Ball ihrerseits gut laufen und konnten sich so immer wieder Chancen kreieren. So zog die HSG über 6:4 (13.) und 9:6 (22.) bis zur Pause auf 14:8 davon.

Der zweite Durchgang begann für die MT Melsungen mit zwei Zeitstrafen, sodass Wetzlar seinen Vorsprung ausbauen konnte. Kristian Björnsen traf in der 36. Spielminute zum 16:8, Holst ließ mit seinem achten Treffer das 17:8 folgen. Melsungen brauchte hingegen neun Minuten bis zu seinem ersten Treffer im zweiten Durchgang: Gabor Langhans verkürzte zum 17:9 (39.).

Die MT gab sich jedoch noch nicht geschlagen und nutzte nun selbst die personelle Überzahl nach Zeitstrafen gegen Evars Klesniks und Filip Mirkulovski. Jeffrey Boomhouwer brachte die MT mit einem Doppelpack auf 17:11 (40.) heran. In den folgenden Minuten schlossen die Nordhessen ihre Angriffe jedoch oft zu überhastet ab und blieben daher ohne Torerfolg. Als Michael Roth in der 49. Spielminute die Auszeit zog, lag seine Mannschaft nach einem Treffer von Lipovina mit 12:20 im Rückstand.

Den Rückstand konnte Melsungen in den verbleibenden Minuten jedoch nicht mehr entscheidend verkürzen; am Ende siegte die HSG mit 24:17. Kneer wollte den Auftritt jedoch nicht überbewerten. „Bei Melsungen haben viele Spieler gefehlt“, relativierte der Neuzugang. „Man weiß zudem nie, wie hart die andere Mannschaft trainiert hat. Daher ist schwierig einzuschätzen, was diese Leistung am Ende für die Saison bedeutet. Ich denke aber, dass wir davon unabhängig gut gespielt haben.“
(Spielbericht: handball-world.com / Foto: MT-Trommler)

Die beiden Bundesligisten haben nun noch zwei Wochen bis zum Pflichtspielauftakt im DHB-Pokal. Die MT Melsungen trifft in der 1. Runde (27. August) auf die SG Leutershausen, die HSG Wetzlar spielt im Lokalderby gegen den TV 05/07 Hüttenberg. Bundesligaauftakt ist dann eine weitere Woche später. Die HSG empfängt zum Auftakt die Füchse Berlin (02. September, 19:45 Uhr), während Melsungen ebenfalls zuhause gegen den HSC 2000 Coburg gefordert ist (04. September, 17:15 Uhr). Zuvor aber steht für die MT mit der Teilnahme am Klaus-Miesner Gedenkturnier (19.-21.08.16, Ilsenburg/Harz) noch ein letzter Härtetest bevor.

Stenogramm zum Finale

HSG Wetzlar: N. Weber, Buric; Kneer, Lipovina (4), Björnsen (2), Pöter (1), Mirkulovski, P. Weber (4), Holst (8/4), Kraft (1), Hahn, Klesniks, Lindskog (1), Kohlbacher (3).
MT Melsungen: Verkic, Paske, Viladsen; Sellin (2), Golla (2), Fahlgren (1), Danner, P. Müller (4), Boomhouver (2), Allendorf (3/2), Vuckovic, Haenen, Langhans (1), Grolla (2).

Am kommenden Wochenende gehts in den Harz!

Bereits ab kommenden Freitag steht für die MT der letzte Härtetest auf dem Saisonvorbereitungsplan. Dann reist das Roth-Team nach Ilsenburg zum internationalen Klaus-Miesner-Gedenkturnier um den Harz-Energie-Cup. Auftaktgegner dort ist der slowenische Top-Club Gorenje Velenje (Fr., 19.08., 17:00 Uhr, Harzland-Halle, Ilsenburg). Weitere Teilnehmer sind die Erstligisten Ystads (SWE), Leipzig Gummersbach und Magedeburg. Hier gehts zum Turnierplan.

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