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DHB-Pokal: Erstrunden-FinalFour mit Bruder-Duell

Eine Woche, bevor in der DKB Handball-Bundesliga der Startschuss zur Saison 2016/2017 fällt, steht die erste Runde im DHB-Pokal auf dem Programm. Die wird, wie bereits im vergangenen Jahr, auch diesmal wieder im FinalFour-Modus ausgetragen. Dabei wurde die MT Melsungen dem Turnier 8 der Gruppe Süd zugelost, zusammen mit Zweitliga-Rückkehrer SG Leutershausen, Zweitligist TV 1893 Neuhausen und Drittligist HSG Rodgau Nieder-Roden. Am Samstag kommt es in der Hofbühlhalle des ausrichtenden TV Neuhausen um 15:00 Uhr zur Paarung MT gegen Leutershausen, um 18:00 Uhr stehen sich der TV und die HSG gegenüber. Die Sieger dieser beiden Halbfinals spielen am Sonntag, 16:00 Uhr, an gleicher Stelle um den Einzug ins Achtelfinale. Der besonderer Clou an der Paarung der MT gegen die SG Leutershausen: Bei den Bergsträßern fungiert Uli Roth, Zwillingsbruder von MT-Coach Michael Roth, als sportlicher Leiter. Beide freuen sich natürlich auf dieses Familienduell.

"Das ist schon eine witzige Konstellation. Noch dazu, wo die SG unser beider Heimatverein ist. Allerdings ist es für uns beide weit weniger brisant, als das von einigen Medien bisweilen dargestellt wird. Das Spiel findet ja schließlich auf neutralem Boden statt”, sagt Michael Roth. Darüber hinaus verrät der MT-Coach: “Uli und ich telefonieren ja ohnehin oft miteinander, tauschen uns viel über alle möglichen Themen aus. In den letzten Tagen jedoch stand das Pokalduell schon im Vordergrund. Da wird gegenseitig durchaus mal ein wenig provoziert und gefrotzelt“. Sein Bruder Uli erklärt indes: “Für Leutershausen ist dies ein Traumlos. Zum einen ist der Gedanke des familieninternen Duells reizvoll. Aber viel wichtiger ist es, dass unsere Mannschaft mit dem Spiel gegen die MT nun einen echten Härtetest als Vorbereitung auf die neue Saison absolvieren kann”.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr, als sich die MT in Eisenach gegen den dortigen ThSV und anschließend gegen Drittligist Heilbronn-Horkheim mühelos durchsetzte, schätzt Michael Roth die Aufgabe beim bevorstehenden Erstrunden-FinalFour als schwerer ein: “Dennoch wäre es eine sehr große Überraschung, wenn wir am Wochenende nicht in die zweite Runde einziehen würden. In solchen Spielen müssen wir unsere Stärke als Erstligist und unsere größere Erfahrung in die Waagschale werfen und können eigentlich nur uns selber ein Bein stellen. Wir werden Leutershausen keinesfalls unterschätzen, schließlich dürfen wir nur im Falle eines Sieges noch ein weiteres Spiel am nächsten Tag bestreiten. Das große Ziel ist es natürlich, wie immer in diesem Wettbewerb, ins ‘echte’ Final Four nach Hamburg einzuziehen”.

Im Falle eines Sieges gegen Leutershausen dürfte am Sonntag der TV 1893 Neuhausen als Gegner auf die MT warten. Der TV belegte in der vergangenen Saison in der 21 Mannschaften umfassenden 2. Bundesliga einen gesicherten 12. Platz. Der MT ist dieser Club nicht unbekannt. Die Schwaben spielten in der Saison 2012/13 in der 1. Liga und wurden seinerzeit von der MT in beiden Spielen klar geschlagen. Zum damaligen Auswärtsspiel wurden die Nordhessen allerdings nicht in der Hofbühlhalle empfangen, sondern in der um ca. 1.000 Plätze größeren Tübinger Paul-Horn-Arena.

In der vergangenen Saison scheiterte die MT übrigens unmittelbar vor dem Sprung in die Endrunde im Wiederholungsspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen. In der bisherigen Clubgeschichte blicken die Nordhessen auf drei FinalFour-Teilnahmen zurück (1996, 2013 und 2014).

Ganz sorgenfrei tritt die MT am Wochenende die rund 400 Kilometer lange Reise ins Schwabenland allerdings nicht an. Denn mit Torhüter Johan Sjöstrand, Kreisläufer Marino Maric und Rückraumspieler Gabor Langhans fehlen drei Akteure verletzungsbedingt. Im Tor werden demnach René Villadsen und der blitzverpflichtete Svetislav Verkic, der in der Vorbereitungsphase einen guten Eindruck hinterließ, stehen. Für alle Fälle steht mit Maurice Paske ein dritter Keeper bereit. Die Position am Kreis wird in erster Linie von Felix Danner bekleidet. Für Marino Maric rückt der frischgebackene Junioren-Vizeeuropameister Johannes Golla ins Aufgebot. Ein weiterer Nachwuchsspieler aus der eigenen Jugend, Jan Grolla,  könnte auf Halbrechts zum Einsatz kommen, um dort gegebenenfalls Michael Müller zu entlasten.

1. DHB-Pokalrunde, Gruppe Süd, Turnier 8:
Sa., 27.08.2016, 15:00 Uhr, 1. HF: Leutershausen - MT; SR: Thiyagarajah/Thiyagarajah (Gummersbach)
Sa., 27.08.2016, 18:00 Uhr, 2. HF: Neuhausen - Rodgau Nieder-Roden; SR Köppl/Regner (Bingen)
So., 28.08.2016, 16:00 Uhr, Finale: Sieger HF 1 - Sieger HF 2; SR: Thiyagarajah/Thiyagarajah
Spielort: Hofbühlhalle Neuhausen/Erms, Wolfgrubstraße 28, 72555 Metzingen-Neuhausen

Archivfoto: Vor einem Jahr waren sie im Pokal noch Gegner, inzwischen sind sie Mannschaftskameraden: Johannes Sellin, hier im Duell mit dem damaligen Eisenacher Svetislav Verkic, der von der MT vor kurzem als Backup-Keeper verpflichtet wurde

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