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Mannschaftsvorstellung mit hohem Spassfaktor

Die Neuen

Besonders neugierig waren die erwartungsfrohen Anhänger natürlich auf die beiden externen Neuzugänge: Arjan Haenen und Gabor Langhans. Die empfingen ein warmer Applaus und einige komödiantische Spitzen von Michael Roth. Etwa, dass der holländische Rechtsaußen trotz seines „reifen Alters“von 29 Jahren ein „schlechter Fußballer“ sei, dafür aber „ein Fuchs“ auf dem Handballfeld – einer der Gründe für die Verpflichtung des Nationalspielers, für den Melsungen nach seinem Aufstieg zum Bundesliga-Spieler in Lemgo nun der „nächste Entwicklungsschritt“ ist. Wie der Linkshänder fühlt sich auch Rückraumspieler Langhans aus Nettelstedt in seiner neuen Umgebung schon recht wohl. Sein Kompliment, „Melsungen ist ein idyllisches Dorf“, war gut gemeint, wurde aber von Moderator Bernd Kaiser berichtigt. Schließlich habe „das Dorf“ schon im Mittelalter die Stadtrechte erworben. Wichtiger als derlei geschichtliche Kenntnisse dürften aber die Tore des 27-Jährigen werden, der Michael Müller im rechten Rückraum entlasten und, so der MT-Coach, „Dampf machen soll“.

Die Verletzten

Johan Sjöstrand war nach einer Knieoperation mit Krücken im Schlossgarten erschienen. Das sah schlimmer aus, als es war, denn sein Trainer rechnet spätestens in drei Wochen wieder mit seiner Nummer eins im Tor. Noch früher soll Marino Maric nach Fußbruch wieder voll ins Training einsteigen.

Das Saisonziel

Mit dem überragenden vierten Platz in der letzten Saison haben die Melsunger eine echte Marke gesetzt – doch sie wissen das einzuschätzen. „Da lief bei uns fast alles optimal“, sagte Kapitän Michael Müller. Und empfiehlt nun, „die Füße still zu halten.“ Denn: „Diese Platzierung zu bestätigen wird eine Riesenaufgabe.“ Trotzdem sei es natürlich das Ziel, erneut den Europapokal zu erreichen.

Europapokal

Und genau in dem wollen sie in der kommenden Saison für Furore sorgen. Schritt für Schritt, wie Michael Roth vorgibt. Erst die dritte Qualifikationsrunde des EHF-Pokals überstehen, sich dann in der Gruppenphase fürs Viertelfinale qualifizieren, um danach, anders als beim ersten Versuch vor zwei Jahren, auch das Final-Four zu erreichen. „Das muss unser Ziel sein“, bestätigt Kreisläufer Felix Danner.

Dauerkarten

Der aufkommenden Euphorie um die MT tut das keinen Abbruch. Im Gegenteil. Der Dauerkartenverkauf läuft so gut wie nie. Schon jetzt sind 1700 verkauft, 300 mehr als vor der Saison 2015/16 insgesamt. Und bei 2000, so wurde schon mal geunkt, muss ja auch noch nicht Schluss sein. „Eine wunderbare Entwicklung“, findet Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Braun-Lüdicke. Und eine nachhaltige dazu, „denn nun ernten wir, was wir in den letzten Jahren mit Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit gesät haben.“ In der Tat, das Eis in Kassel und Umgebung ist längst gebrochen, die Fans sind heiß auf die MT, die ihren Zuschauerschnitt auf 3856 steigerte. Auch da scheint nach den Eindrücken im Schlossgarten das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

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