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Dotzheims Mario Schöberl (im Vordergrund) stellte die MT-Abwehr um Petr Hruby, Florian Weiß und Eugen Gisbrecht vor einige Probleme (Foto: WMK)

Oberliga: Merlin Kothe trifft zum Sieg

 

Mit einem hart erkämpften 29:28 (14:15)-Erfolg gegen Oberliga-Aufsteiger TuS Dotzheim haben die Handballer der MT Melsungen II den Anschluss zum Mittelfeld hergestellt. In einer spannenden und ausgeglichenen Partie setzte sich am Ende das etwas glücklichere Team durch. „Riesenkompliment an meine Mannschaft, die zwischenzeitlichen Rückstände immer wieder wett gemacht zu haben“, zollte Trainer Georgi Sviridenko seinen Mannen Respekt für die konzentrierte Leistung.

Der Melsunger Rückraum gab zu Beginn erst einmal den Ton an. Sowohl mit Sprungwürfen von Merlin Kothe und Cornelius Feuring, als auch kraftvollen Einzelaktionen von Eugen Gisbrecht. Beide Halbspieler waren zweimal erfolgreich, Gisbrecht traf einmal und holte einen Siebenmeter, den Dimitri Ignatow verwandelte. Nach acht Minuten führte die MT mit 6:3 und hatte ihren Gegner scheinbar im Griff.

Bei der Dominanz der rot-weißen Distanzschützen blieb es, jedoch nicht bei der Beherrschung der Dotzheimer. Denn die fanden immer besser in die Partie und überstanden auch eine Unterzahl schadlos. „Melsungens Halbe waren anfangs sehr stark, deshalb haben wir hinten auf eine versetzte 5:1 umgestellt. Wir mussten ihr druckvolles Spiel irgendwie unterbinden“, erklärte TuS-Trainer Hans-Josef Embs. Dabei spielte ihm in die Karten, dass Merlin Kothe Mitte der ersten Hälfte angeschlagen auf die Bank musste.

Dass die Gäste dennoch nicht wirklich näher kamen lag am glänzend aufgelegten Maurice Paske, der mehrfach auch aus kurzer Distanz parierte. Drei Tore in Folge von Eugen Gisbrecht sorgten kurzzeitig für Entlastung und eine 12:8-Führung (22.). Doch nach einer Auszeit der Dotzheimer und einem durch den Abwehrblock unglücklich abgefälschten Wurf von Marc Teuner waren die Südhessen plötzlich auf 13:12 dran und glichen in Unterzahl durch Dennis Assmann zum 14:14 aus, um schließlich noch vor dem Halbzeitpfiff, erneut durch Teuner, sogar in Führung zu gehen.

Die bauten Marco During und Yassin Ben-Hazaz nach dem Seitenwechsel sogar noch auf drei Treffer aus, ehe Eugen Gisbrecht mit zwei Energieleistungen aus dem Feld den Anschluss besorgte und anschließend noch zwei Siebenmeter zum 18:17 verwandelte (35.). „Wir haben es nicht geschafft, den Ball in unseren Reihen zu halten und ihn mehrfach ohne Grund weggeschenkt“, monierte Embs.

Eng ging es auch weiter in einer zunehmend unruhigen Partie, die dennoch immer fair blieb. Auf Melsunger Seite verdiente sich der zur Pause gekommene Fabian Meyfarth Bestnoten. Sehenswert, wie er zehn Minuten vor Spielende den Versuch eines Hebers von Mario Schöberl aus der Luft fischte und in der gleich Bewegung noch Petr Hruby lang bediente, der quer in der Luft liegend zum 23:21 traf.

Auch dieser Vorteil war schnell wieder Geschichte, weil Schöberl seine nächsten fünf Versuche allesamt im Netz unterbrachte. Den letzten davon bei doppelter Unterzahl der Gäste zum 25:26 zu Gunsten des TuS, dem Moritz Schubert das 25:27 folgen ließ. „Wir haben unclever gespielt und das in dieser Phase zu leicht genommen“, schimpfte Sviridenko. Doch es war immer noch keine Vorentscheidung gefallen, weil Petr Hruby und Dimitri Ignatow abermals für Gleichstand sorgten und Alexander Bärthel nach Fabian Meyfarths zehnter Parade des zweiten Durchgangs sowie auf feines  Ignatow-Zuspiel das Momentum auf die Melsunger Seite zurückholte (28:27, 59.).

Dotzheim konterte noch einmal durch Stefan Bonnkirch, doch Merlin Kothe  landete mit zehn Sekunden Restzeit auf der Uhr den entscheidenden Treffer des Abends zum hauchdünnen Erfolg der Melsunger. Denn Andreas Bonnkirchs letzter Freiwurf bei bereits abgelaufener Spielzeit landete im dichten Block der MT. „Das war nach dem Krimi gegen Pohlheim letzte Woche das zweite Spiel nach diesem Muster. Man sieht, dass die Mannschaft inzwischen gewachsen ist und auch bei Rückständen cool bleibt. Die Jungs haben klasse gefightet bis zum Schluss“, freute sich Sviridenko, während sein Dotzheimer Kollege Embs es für die Südhessen kurz und prägnant auf den Punkt brachte: „Uns hat die Cleverness gefehlt“.

 

Statistik

MT II: Paske (8 Paraden / 15 Gegentore), Meyfarth (10 P. / 13 G.); Rulff, Kienast, Hruby 4, Bärthel 1, Kothe 5, Ignatow 3/2, Feuring 6, Weiß, Gisbrecht 10/3, Backs, Petersen, Grolla.

TuS: Jost (12 P. / 27 G.), Windheim (bei zwei Siebenmetern, 0 P. / 2 G.); Otto, Bonnkirch 5, Assmann 1, Schöberl 8, Schubert 2, Schreiber, Wenzel 1, Denard, Battermann, Teuner 6, During 1, Ben-Hazaz 4.

Zuschauer: 150 – Schiedsrichter: Parlak / Schmidt (Hanau / Rodgau) – Strafen: 4:8 Minuten – Siebenmeter: 6/5:0/0.

 

 

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