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Luca Schuhmann war mit sechs Toren am Auswärtserfolg in Nettelstedt beteiligt. (Foto: HHF)

JBLH: Mit Teamgeist zum dritten Auswärtssieg

Dritter Sieg im fünften Auswärtsspiel: die Bundesliga-A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen hielt sich mit einem 33:29 (15:14) bei der JSG NSM-Nettelstedt schadlos und kletterte in der Tabelle auf Platz neun. „Es war ganz wichtig, den Negativtrend nach den beiden verlorenen Heimspielen zu stoppen“, sagte Trainer Sascha Henkel erleichtert.

Mindestens genauso wichtig wie die beiden Punkte war, dass der Erfolg über eine geschlossene Mannschaftsleistung zustande kam. Ein Umstand, den Henkel unmittelbar mit dem Erfolg verknüpfte: „Alle haben gespielt und alle haben ihren Job super erledigt. Wir haben viel gewechselt, jedem Ruhepausen gegönnt und hatten damit hinten raus auch dir Körner, das enge Spiel durchzubringen“, hob er die Bedeutung des Erfolges auch auf eine mentale Ebene.

Denn das war so gar nicht zu erwarten. Bisher kam oft die individuelle Klasse von Torhüter Marian Mügge oder der starken Außen Fin Backs und Dimitri Ignatow zum Tragen. Diesmal sprangen neben den gewohnten Bänken andere voll mit in die Bresche, wenn es drauf ankam. Florian Weiß beispielsweise, der sich trotz am Abend zuvor erlittener Fußverletzung in den Dienst der Mannschaft stellte und vier Tore beisteuerte. Oder Max Bieber, der die Regenerationspausen des Spielmachers prima überbrückte. Denn die waren nötig, weil der Tabellenletzte den Melsungern alles abforderte und sich nie abschütteln ließ.

Zwar gingen die Gäste vom Anwurf weg durch zwei Tore von Dimitri Ignatow in Führung und bauten sie sukzessive bis zur 26. Minute auf 14:10 aus. Doch dann musste der Rechtsaußen eine Strafe absitzen und Nettelstedt schloss prompt zum 14:14 auf. Eine ganz kritische Phase, die mit Anwurf der Gastgeber zur zweiten Hälfte alles zum Kippen hätte bringen können. Doch da trat dann Luca Hagemann auf den Plan, schnappte sich selbstbewusst einen Abpraller nach abgewehrtem Ignatow-Wurf, ging mutig in die Lücke und machte mit der Halbzeitsirene das wichtige 15:14.

Ein Tor mit Signalwirkung. Zwar gelang der JSG noch einmal der Ausgleich, dann aber kam erneut die größere Variabilität der Nordhessen zum Zuge. Drei verschiedene Abwehrsysteme, „um den Gegner immer wieder vor neue Aufgaben zu stellen“ (Henkel), zeigten ebenso Wirkung wie ein starker Luca Schuhmann, der immer wieder in die von Julian Damm mustergültig freigesperrten Lücken ging und traf. So zum wichtigen 26:23, das Fin Backs direkt zur zweiten Vier-Tore-Führung der Partie ausbaute (45.).

Die jedoch wieder bröckelte, als Ignatow zum zweiten Mal auf die Bank musste. Vom 30:26 durch Florian Weiß (54.) knabberten die Hausherren in Überzahl zwei ab und hatten per Siebenmeter sogar die Chance zum Anschluss, dabei jedoch die Rechnung ohne Marian Mügge aufgemacht. Denn der parierte den Wurf von des vorher so treffsicheren Kevin Lennart Schmidt und ermöglichte Magnus Rulff damit im Gegenzug den 31. Treffer, der die Vorentscheidung darstellte (57.). „Es hat heute einfach jeder seinen entscheidenden Teil zum richtigen Zeitpunkt beigetragen“, stellte Henkel nicht ohne Stolz fest. Eine Erkenntnis, die gerade rechtzeitig vor dem Heimspiel gegen den übermächtig erscheinenden Tabellenführer Bayer Dormagen kommt und da vielleicht die entscheidenden Kräfte frei macht, die bisher in Heimspielen noch geschlummert haben.

Statistik

mJSG: Mügge, Ebert – Hagemann 1, Fischer 1, Rulff 3, Schuhmann 6, Ignatow 7/1, Damm 3, Weiß 4, Koch, Backs 8/2, Bieber.

JSG: Grzesinski, Wesemann – Indeche 1, Schmidt 9/5, Mündemann 2, Lugosi 4, Kather, Ransiek 6, Schulz 4, Kruse 3, Sahrhage, Spreen, Finke.

Z: 31 - SR: Günay / Krebs (Riemke) - Strafen: 4 : 4 Minuten - 7m: 4/3 : 7/5.

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