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Merlin Kothe war mit sieben Treffern am klaren Melsunger Erfolg beteiligt. (Foto: ERB)

Oberliga: MT-Rückraum bärenstark

Melsungen. Der Sieg hatte mehrere Väter. Klar, der Trainer hatte die Idee mit der 5:1-Verteidigung, aber Tore werfen mussten eben doch die Spieler. Und das gelang am letzten Vorrunden-Spieltag Cornelius Feuring und Merlin Kothe am besten. Von den Halbpositionen steuerten die beiden Spieler der MT Melsungen II beim 30:20 (16:9)-Sieg gegen den TuS Griesheim 14 Tore bei.

Eigentlich kein Kunststück, waren die Südhessen doch als Tabellenletzter der Handball-Oberliga angereist. Und doch ein kleines Kunststück angesichts des furiosen Auftritts der Griesheimer in der Anfangsphase, in der sie sich eine Zwei-Tore-Führung gegen die überraschten Melsunger herausspielten. „Auf 5:1 umzustellen war wohl das richtige Mittel, denn zu Beginn hatten wir große Probleme mit dem Griesheimer Positionsangriff“, freute sich MT-Trainer Georgi Sviridenko über seinen taktischen Coup.

In der Tat wirkten die Gäste, die zuletzt immer wieder eine starke Leistung gegen Gegner mit einer 6:0-Deckung gezeigt hatten, wie ausgewechselt. „Mit dem vorgezogenen Spieler sind wir nicht zurechtgekommen und haben völlig unsere Linie verloren“, musste nach dem Abpiff der neue TuS-Trainer Klaus Feldmann zugeben.

In der achten Minute gingen die Melsunger erstmals mit 4:3 in Führung und bauten danach ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Über ein 8:5 (13.), 10:5 (15.), 12:6 (20.) bis hin zum 16:9 (30.) ging die Melsunger Reise beim ungemein wichtigen Sieg im Kellerduell.

„Heute hat es einfach gepasst. Unsere Abwehr war der Grundstein zum Sieg, aber auch im Angriff waren wir geduldig und effizient“, jubelte Merlin Kothe. Und Cornelius Feuring, der zweite Torgarant auf der halbrechten Position ergänzte: „Nach der Umstellung auf 5:1 haben wir unsere Chancen einfach voll genutzt.“

In der Tat. In der zweiten Halbzeit zeigte dann Alexander Bärthel bei zwei Toren seine Tempogegenstoß-Qualitäten. Rechtsaußen Dimitri Ignatow kehrte mit drei Treffern ins MT-Team zurück und lediglich Magnus Rulff musste sich am Kreis mit nur einem Treffer bescheiden.

Da hatten dann die Melsunger das Kunststück vollbracht, dass alle Spieler mindestens ein Tor geworfen hatten.

 

Melsungen: Paske (bis zur 29. Minute und 31. bis 50. Minute, 9 Paraden/10 Gegentore), Meyfarth (30. bis 49. Minute, zwei gehaltene Siebenmeter, 3/5, Mügge (50. bis 61. Minute, 2/5) - Rulff 1, Bärthel 2, Kothe 7, Ignatow 3, Damm 2, Feuring 7, Weiß 1, Gisbrecht 1, Petersen 5/4, Grolla .

Griesheim: Podsendek (bis zur 16. Minute und 31. bis 53. Minute, 8/21, Martin (17. bis 30. Minute und 54. bis 61. Minute, 3/9) - Steinmetz 1, Kupzog, Patrzalek 3, Ochs, Drews, Wesp 5, Rohaly 2/1, Friedrich 1/1, Werkmann 5, Avemarie, Ahrensmeier 2, Vögele 1.

Schiedsrichter: Wieprecht/Heinzel (Wallau). Zeitstrafen: 6:6 Minuten. Siebenmeter: 5/4:2/2. Zuschauer: 90.

(Quelle: HNA - Von Martin Scholz)

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