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Sorgten für gute Unterhaltung und machten Werbung für ihren Sport: die A-Jugendlichen Handballer der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen und HaSpo Bayreuth. (Foto: TSV)

JBLH: mJSG in Torlaune - 44:27 im Test gegen Bayreuth

Das war Werbung auf allen Ebenen für den Leistungshandball in Nordhessen. Die Bundesliga-A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen siegte in einem tempo- und torreichen Vorbereitungsspiel auf die Rückrunde in der JBLH gegen HaSpo Bayreuth mit 44:27 (21:17). „Alle Spieler haben ausgedehnte Spielanteile bekommen, Das war gut, um den Rhythmus nach der Weihnachtspause wieder aufzunehmen“, sagte mJSG-Trainer Björn Brede.

Aber nicht nur auf dem Spielfeld stimmte das Gebotene. Der ausrichtende TSV Heiligenrode, Kooperationspartner der MT Melsungen, hatte sich tüchtig ins Zeug gelegt, kräftig die Werbetrommel gerührt und bei freiem Eintritt für Essen und Getränke gesorgt. Der Lohn: mehr als 200 am Ende begeisterte Zuschauer fanden den Weg in die Sporthalle der Wilhelm-Leuschner-Schule und sorgten für einen gelungenen Auftakt ins Jahr des 125-jährigen Bestehens des TSV und des 90. Geburtstages der Handballabteilung. „Wir sind gerade dabei, wieder eine Jugend aufzubauen. Mit der Ausrichtung dieses Spiels konnten wir den Jugendlichen direkt zeigen, was in unserem Sport bei entsprechendem Fleiß und Ernsthaftigkeit zu erreichen ist“, freute sich auch Heiligenrodes Vorsitzender Jörg Emmrich über die Akzeptanz der Veranstaltung.

Sportlich gestaltete sich die Begegnung zunächst einmal nicht so, wie man es hätte erwarten können. Denn Bayernligist Bayreuth, im Sommer knapp an der Qualifikation zur Bundesliga gescheitert, hielt prima mit und zeigte keinen Respekt gegenüber dem klassenhöheren Gegner. Sah sich jedoch immer wieder überfallartig vorgetragenen Tempogegenstößen ausgesetzt, die in der überwiegenden Zahl durch Fin Backs in Tore umgesetzt wurden. Das Umschaltspiel der mJSG klappte vorzüglich und sorgte nach zwölf Minuten für eine 10:5-Führung. Gerade 20 Minuten waren absolviert, da stellte Niklas Fischer schon auf 16:10.

Dass es zur Pause dennoch „nur“ zu einem Vier-Tore-.Vorsprung reichte, lag an Maxim Pankraz. Der Rückraum-Rechte von HaSpo, der auch am Kreis eine glänzende Figur abgab, düpierte die mJSG-Deckung ein ums andere Mal und ließ auch Marian Mügge zwischen den Pfosten kaum einmal eine Abwehrchance. Mit neun Torerfolgen hatte Pankraz bei Halbzeit sogar einen mehr auf dem Konto als Fin Backs. „Mit der Abwehrleistung in der ersten Hälfte konnten wir einfach nicht zufrieden sein. Dahinter kann ein allein gelassener Torhüter nicht gut aussehen, auch wenn Marian seine Sache gut gemacht hat“, nahm Brede seinen Schlussmann in Schutz.

Das musste er in der zweiten Hälfte mit dem eingewechselten Benjamin Suck nicht mehr tun. Der bot ebenfalls eine starke Partie, durfte sich dabei allerdings auch wesentlich mehr auf seine Vorderleute verlassen. Dazu kam das vor den Seitenwechsel etwas eingeschlafene Gegenstoßspiel wieder auf Touren. Fin Backs und Jonas Goßmann mit Kontern sowie Julian Damm vom Kreis sorgten schnell für endgültig klare Verhältnisse. Wieder Backs, diesmal nach schönem Kempa-Anspiel durch Florian Weiß, machte die erste zweistellige Differenz perfekt (29:19, 38.).

Bayreuth hielt dennoch tapfer dagegen. Mit nachlassenden Kräften zwar ohne echte Aussicht auf Verringerung der Distanz, dafür immer wieder mit feinen Spielzügen, gelungenen Einzelaktionen und einigen Glanzparaden von Torsteher Elias Lay (Jahrgang 2001!). Beeindrucken ließen sich die Nordhessen davon jedoch nicht, sondern zogen ihr Spiel konsequent durch. Auch zum Ende der Partie hin, als mit Glenn Eggert im Tor, Mikulas Cejka, Julian Damm und Max Bieber gleich vier B-Jugendliche auf dem Feld standen. „Wir hatten die Möglichkeit zu wechseln und haben das genutzt, um auch mal ungewohnte Formationen zu testen“, erklärte Brede. Dem Spielfluss tat das kaum Abbruch und am Ende konnte sich Jonas Koch, der seine Qualitäten zuvor als Vorbereiter gezeigt hatte, als letzter verbleibender Feldspieler auch noch in die Torschützenliste eintragen.

Statistik

mJSG: Mügge (8 Paraden / 17 Gegentore), Suck (8 P. / 6 G.), Eggert (4 P. / 4 G.); Hagemann 2, Fischer 1, Rulff 6, Goßmann 3, Schuhmann 2, Damm 5, Weiß 7, Koch 1, Backs 14/2, Bieber 1, Cejka 2.

HaSpo: Lay (13 P. / 44 G.); Stiegler, Reif, 2, Baldauf 1, Müller, Fröhlich, Rossner, Eimer, Häßelbarth, Elschner 1, Pankraz 11, Wilke 6, Meyer-Siebert 6/3.

Z: 200 - Strafen: 2 : 2 Minuten - 7m: 2/2 : 4/3.

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