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Kaum Freiräume für die MT im Finale: Petr Hruby im Griff von Berlins Erik Gerntke, Jan Grolla umklammert von Felix Butzke. Dennoch - Hruby machte seine Tore, Grolla bekam ein Sonderlob von Füchse-Trainer Bob Hanning. (Foto: WMK)

Oberliga: MT2 mit zweitem Platz beim Turnier in Rhumetal - 16:21 im Finale gegen die Jungfüchse

Die MT Melsungen II hat das Finale  beim 33. Flippo Silvester-Cup der HSG Rhumetal gegen die Bundesliga-A-Jugend der Füchse Berlin mit 16:21 verloren. Trotzdem zeigte die in Abwesenheit von Trainer Georgi Sviridenko von Axel Renner betreute Mannschaft eine gute Leistung und stellte in Dimitri Ignatow den erfolgreichsten Torschützen des Turniers. Dem Auftakterfolg gegen Westfalen-Oberligist HSG Augustdorf/Hövelhof folgte eine knappe Niederlage gegen die A-Jugend der Füchse Berlin, so dass die MT mit ausgeglichenem Punktekonto als Gruppenzweiter ins Halbfinale einzog. Dort besiegten die Nordhessen den Veranstalter HSG Rhumetal klar mit 25:13 und zogen zur Neuauflage des Vorrunden-Duells gegen die Jungfüchse zum zweiten Mal in Folge ins Finale des Silvester-Cups ein, diesmal jedoch als am Ende unterlegenes Team.

Die Melsunger Spiele im Einzelnen:

Finale: MT Melsungen II - Füchse Berlin (A-Jgd.) 16:21

Im Endspiel kam es zur Neuauflage der Vorrundenpartie zwischen der MT II und der A-Jugend der Füchsen Berlin. Wie schon im ersten Vergleich war es erneut ein Kampf auf Augenhöhe. Wobei die Berliner hinten diesmal wesentlich defensiver agierten und gerade den Außen kaum mehr Platz ließen. Dafür luden sie den Rückraum geradezu ein, die Bälle aus der zweiten Reihe aufs Tor zu feuern. Merlin Kothe und Florian Weiß ließen sich auch nicht lange bitten und egalisierten Berliner Führungen jeweils direkt. Was dann doch wieder zu mehr Platz für Petr Hruby am Kreis führte.

Als beim Stand von 4:5 Alexander Bärthel eine Strafe kassierte, witterten die Berliner ihre Chance. Zweimal traf Kreisläufer Rolando Urios, doch entscheidende Vorteile zogen die Füchse nicht daraus. Weil Dimitri Ignatow per Sprungwurf aus dem zentralen Rückraum traf und kurz darauf, als auch der Rechtsaußen noch raus musste und Melsungen kurzzeitig nur noch zu viert auf dem Feld stand, Fin Backs in doppelter Unterzahl ein Kempa-Anspiel von Florian Weiß unhaltbar zum 6:7 in die Maschen setzte. Sehenswerte Aktionen, die reichlich Selbstvertrauen gaben und schnell zum erneuten Ausgleich durch einen Tempogegenstoß von Fin Backs führten (9:9, 15.). Die Partie wurde intensiver, aber nie hart oder unfair. Auch weil die Unparteiischen zwar nicht immer die korrekten Entscheidungen trafen, dafür aber aufkommende Nickeligkeiten konsequent zu unterbinden wussten. Bis zum 11:11 neun Minuten vor dem Ende blieb alles offen, konnte sich keine Mannschaft einen Vorteil herausarbeiten.

Die entscheidende Wendung führte Berlins Trainer Bob Hanning herbei. Der nahm eine Auszeit und verordnete seiner Mannschaft die Umstellung auf eine 3:3-Abwehrformation. Drei Minuten brauchte die MT, um sich darauf einzustellen, und das waren genau drei zu viel. Julius Schröder, Tim Matthes und Erik Gerntke stellten nach Ballgewinnen auf 14:11 und legten damit den Grundstein für ihren Finalsieg. Obwohl insbesondere Eugen Gisbrecht mit drei Toren alles dafür tat, den im Vorjahr errungenen Titel doch noch zu verteidigen. Aber Berlin erlaubte sich keine Schwächen mehr im Abschluss, hielt den Abstand konstant und legte, als Melsungen mit offener Manndeckung alles auf eine Karte setzte, noch einmal nach.

Respekt hatten sich die  Bartenwetzer dennoch verschafft. Auch bei Bob Hanning, der "verdient die beiden besten Mannschaften im Finale" gesehen hatte, von denen "die etwas bessere gewonnen hat". Ein Fazit, dem nichts hinzuzufügen war. Außer vielleicht noch einem Sonderlob des Vizepräsidenten des Deutschen Handballbundes: "Die ganze Melsunger Mannschaft hat gut gespielt, aber die rechte Angriffsseite mit Jan Grolla und Dimitri Ignatow hat mir im Turnier besonders gefallen".

Statistik

MT II: Paske (3 Paraden / 14 Gegentore), Meyfarth  (1 P. / 7 G.), Mügge (n. e.); Rulff, Kienast, Hruby 3, Bärthel, Kothe 3, Ignatow 1, Damm, Weiß 1, Gisbrecht 4/1, Backs 3, Grolla 1.

Füchse: Folgmann (5 P. / 11 G.), Folgmann ( 1 P. / 5 G.); Urios 2, Gerntke 2, Schröder 2, Rozmann 3/1, Friedrich 3, Trumpf, Matthes 6, Schauer, Butzke 2, Lüdtke, Keskic, Matzken 1.

Zuschauer: 200 – Schiedsrichter: Hoppe / Boyraz– Strafen: 6:4 Minuten – Siebenmeter: 1/1:1/1.

 

Halbfinale: MT Melsungen II - HSG Rhumetal 25:13

Im Halbfinale ließ die MT Melsungen II von Beginn an keine Zweifel aufkommen, dass das Endspiel Ziel des Tages sein würde. Mit 25:13 gelang gegen die HSG Rhumetal der höchste Sieg des Tages.

Sicher in der Abwehr, noch sicherer in der Verwertung der gewonnenen Bälle anschließend im Tempogegenstoß. So könnte man das Spiel der MT beschreiben, dem die Gastgeber nichts entgegenzusetzen hatten. Nach knapp sechs Minuten war für Rhumetal schon die Auszeit nötig, führte Melsungen mit 5:1. Und ließ sich auch danach überhaupt nicht bändigen. Erst nach Dimitri Ignatows 14:5 (14.) ließen es die Nordhessen etwas ruhiger angehen.

Ohne jedoch von ihrer Überlegenheit einzubüßen. Trotz kräfteschonendem Durchwechseln blieb der Biss in der Verteidigung wie auch der Fluss im Angriff erhalten. Als auch Ignatow nach acht Treffern auf der Bank verschnaufen durfte, übernahm Fin Backs seinen Part als Vollstrecker der langen Bälle nach vorn. Ihm gelang auch eines der schönsten Tore des Tages, als er einen fast überworfenen Pass von Marian Mügge schon im Rückwärtsfallen mit dem Rücken zu Tor annahm und das Leder aus der gleich Bewegung heraus nach hinten weg zum 25:12 genau unter die Latte setzte.

Statistik

MT II: Meyfarth (3 Paraden / 6 Gegentore), Mügge  (4 P. / 7 G.), Paske (n. e.); Rulff 2, Kienast, Hruby 1, Bärthel 2, Kothe 3, Ignatow 8/1, Damm 1, Weiß 2, Gisbrecht 2, Backs 3, Grolla 1.

HSG: Schmidt (3 P. / 25 G.), Voss (n. e.); Scheidemann 1, B. Kreitz 1, Strohschneider 1, Hagemann 4/3, Sochert, E. Kreitz, F. Kreitz 4, Scheidemann, Bierwirth 2.

Zuschauer: 250 – Schiedsrichter: Koch / Heppner – Strafen: 2:0 Minuten – Siebenmeter: 1/1:3/3.

 

Vorrunde: MT Melsungen II - HSG Augustdorf/Hövelhof 19:13

Zum Turnierauftakt musste die als Titelverteidiger angereiste MT Melsungen II gegen die HSG Augustdorf/Hövelhof ran und siegte nach 30 Minuten Spielzeit deutlich mit 19:13. „Wir wollen das im Training Erarbeitete umsetzen und uns Praxis holen, um mit einem guten Gefühl in die Rückrunde gehen zu können“, lautete die unspektakuläre Vorgabe von Axel Renner, der den verhinderten Trainer Georgi Sviridenko auf der Bank vertrat.

Dem entsprechend agierte das Team. Unaufgeregt, routiniert und insbesondere in der Deckung ebenso konzentriert wie stabil. Die Folge war eine schnelle 5:2-Führung nach acht Minuten. Der Grundstock für souveränes Spiel gegen den Tabellen-Siebten der Oberliga Westfalen, der wenig Mittel fand, den Melsunger Block zu überwinden. Dass der Vorsprung nicht schon früh weiter anwuchs lag am gut aufgelegten HSG-Schlussmann Robin Wetzel, der einige gute Einwurfmöglichkeiten der MT zunichte machte und gleich in der Anfangsphase einen Siebenmeter gehalten hatte.

So blieben die Augustdorfer dran und witterten nach dem 10:9-Anschluss noch einmal eine kleine Möglichkeit, die Partie vielleicht zu drehen. Das verhinderten jedoch Petr Hruby, der erstmals nach seiner Verletzungspause wieder zum Einsatz kam, Alexander Bärthel und Dimitri Ignatow, die postwendend auf 13:9 stellten (22.) und damit die Vorentscheidung herbeiführten.

Statistik

MT II: Meyfarth (8 Paraden / 13 Gegentore), Paske  (n. e.), Mügge (n. e.); Rulff, Kienast, Hruby 1, Bärthel 2, Kothe 1, Ignatow 7, Damm, Weiß 1, Gisbrecht 2/1, Backs, Grolla 4.

HSG: Wetzel (7 P. / 19 G.), Krüger (n. e.); Struck 2,Hengsbach, Pristas 5/2, Wolff 1, Janzen 2, Schmeckthal 2, Honerkamp 1, Poparic.

Zuschauer: 150 – Schiedsrichter: Hellemann / Süßmann – Strafen: 0:4 Minuten – Siebenmeter: 2/1:2/2.

 

Vorrunde: MT Melsungen II - Füchse Berlin (A-Jgd.) 14:16

In der zweiten Vorrundenbegegnung bekam es die MT Melsungen II mit der A-Jugend der Füchse Berlin zu tun und unterlag nach weitgehend ausgeglichenem Spiel mit 14:16. Die Berliner, aktuell Tabellenführer der Jugendbundesliga Gruppe Nord und erster Anwärter auf die Deutsche Meisterschaft, versuchten die Nordhessen mit sehr offensivem Abwehrspiel unter Druck zu setzen. Was nur bedingt gelang, weil sich der Rückraum der MT in Geduld übte und wartete, bis der Pass nach Außen oder an den Kreis möglich war. Profiteure waren Kreisläufer Petr Hruby (2) und die Flügeelspieler Dimitri Ignatow (2) sowie Alexander Bärthel, die die Tore bis zum 5:5 unter sich aufteilten.

Überragend in dieser Anfangsphase: Maurice Paske im MT-Tor. Er vereitelte reihenweise beste Gelegenheiten der Füchse aus der Nahdistanz. Dennoch erspielten sich die Bundeshauptstädter in der Folge leichte Vorteile, nutzten eine Strafzeit gegen Matthias Kienast und kamen so zu einer Zwei-Tore--Führung (9:11, 20.). Die sie trotz weiter disziplinierter Spielweise der Rot-Weißen und ebenfalls prima Leistung des eingewechselten Marian Mügge zwischen den Pfosten nicht nur halten, sondern zwei Minuten vor dem Ende sogar auf 15:12 ausbauen konnten. Magnus Rulff vom Kreis und Dimitri Ignatow stellten zwar noch einmal den Anschluss her, konnten die Niederlage damit aber nicht mehr abwenden.

Statistik

MT II: Paske (7 Paraden / 10 Gegentore), Mügge  (4 P. / 6 G.), Meyfarth (n. e.); Rulff 1, Kienast, Hruby 2, Bärthel 1, Kothe, Ignatow 5, Damm, Weiß, Gisbrecht, Backs 2, Grolla 3.

Füchse: Rau (6 P. / 14 G.), Folgmann (n. e.); Urios 1, Gerntke 1, Schröder 3, Rozmann 4/3, Friedrich, Trumpf, Matthes 4/1, Schauer 1, Butzke 2, Lüdtke, Keskic, Matzken.

Zuschauer: 250 – Schiedsrichter: Mugames / Gloth – Strafen: 2:2 Minuten – Siebenmeter: 1/0:4/4.

 

 

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