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Merlin Kothe setzt sich gegen Wettenbergs Michael Klein durch und kommt zum erfolgreichen Abschluss. Melsungens Torjäger lieferte offensiv wie defensiv ein starkes Spiel ab. (Foto: MTT)

Oberliga: Starke Defensivleistung führt zum Sieg über Wettenberg

Die MT Melsungen II nimmt in der Handball-Oberliga wieder Kurs auf den Klassenerhalt. Mit 29:23 (12:12) siegten die Bartenwetzer im ganz wichtigen Spiel gegen die HSG Wettenberg und näherten sich dem Mittelfeld an. Von dort rutschen die Mittelhessen nun auch mit in den Strudel. „Ich hatte vor dem Spiel wesentlich mehr Emotionen gefordert als zuletzt. Das hat die Mannschaft gut umgesetzt und wir haben über eine aggressive Abwehr viele Bälle gewonnen“, freute sich MT-Trainer Georgi Sviridenko über die disziplinierte Defensivleistung.

Die MT war sich der Bedeutung der Partie von Beginn an bewusst und begann dem entsprechend ebenso sicher in der Deckung wie konzentriert im Angriff. Noch bevor das erste Tor für die Gäste, erzielt per Siebenmeter, auf der Anzeigetafel aufleuchtete, hatte Maurice Paske im Tor bereits vier Bälle gehalten und hatten vorn Merlin Kothe und Cornelius Feuring zur 2:0-Führung getroffen (6.). Wettenberg durfte sich außerdem bei Keeper Yannick Dellner bedanken, dass sie nicht früh wesentlich höher in Rückstand gerieten. Allerdings geriet dann auch Melsungens Bemühungen um Torerfolge ins Stocken. Allein Merlin Kothe mit zwei weiteren feinen Würfen aus der zweiten Reihe blieb erfolgreich zum 4:2 nach zwölf Minuten.

Was Kothe mit seinen fünf Toren zum 8:7 (19.) auf Melsunger Seite, das war Tom Warnke bei den Mittelhessen. Der Linksaußen hatte bis dahin nämlich bereits sechsmal getroffen. Die Partie blieb eng, weil es die HSG den Nordhessen mit einer Abwehrumstellung schwerer machte, zu Torerfolgen zu kommen. Bis es beim Stand von 11:10 den Aufreger des Abends gab. Jonas Schleenbecker hatte sich das Leder geschnappt und zum Gegenstoß angesetzt. Rannte dabei erst Kothe um und lief dann auf Alexander Bärthel auf. Doch statt Stürmerfoul entschieden die Referees auf Rot für den Melsunger. Die Überzahl nutzte Wettenberg, um die Partie zu drehen. Einmal mehr Kothe gelang noch vor der Pause der Ausgleich.

Zerfahren begann der zweite Durchgang, dafür erfolgreich für die MT. Als belebend erwies sich die Hereinnahme von Fin Backs, der neben Feuring gleich zweimal traf zum 15:12 (37.). Analog zur ersten Hälfte gelang Warnke der erste Gästeerfolg per Strafwurf. Wieder blieb die HSG lange ohne Treffer aus dem Feld, ehe Marcel Köhler auf 17:14 verkürzen konnte (42.).  „Wir waren wie gelähmt, völlig ohne Emotionen“, beklagte Gästetrainer Axel Spandau. Dennoch gelang Jonas Schleenbecker sogar noch das 18:16, ehe die MT kräftig anzog, durch einen Tempogegenstoß von Petr Hruby auf 22:16 stellte und Maurice Paske das mit einer feinen Doppelparade gegen Wettenbergs Außen absicherte. Wohl die entscheidende Situation, die den Mittelhessen endgültig den Zahn zog. Denn danach liefen insbesondere Fin Backs und Dimitri Ignatow einen Gegenstoß nach dem anderen und sicherten das Ergebnis bis zum Ende ab. „Das war eine ganz schwache Angriffsleistung von uns“, konstatierte Spandau. Wohingegen Georgi Sviridenko den Erfolg insbesondere an seiner Defensive um den auch im Innenblock souveränen Merlin Kothe festmachte: „Wir hatten eine starke Abwehr und einen guten Maurice Paske im Tor“.

 

Statistik

MT II: Paske (16 Paraden / 21 Gegentore), Meyfarth (bei zwei siebenmetern, 0 P. / 2 G.); Kienast, Hruby 1, Bärthel, Kothe 8, Ignatow 4, Damm, Feuring 3, Weiß 3, Gisbrecht 5/5, Backs 5, Petersen, Grolla.

HSG: Dellner (7 P. / 23 G.), Risse (2 P. / 6 G.); Nenad 2, Köhler 5, Becker, Olbert, Puhl 1, Warnke 10/5, Henkel, Schleenbecker 2, Klein, Schneider, Kneissl, Weise 3.

Zuschauer: 100 – Schiedsrichter: Hoyer / Kopf (Dilltal / Griedel) – Strafen: 6:6 Minuten – Disqualifikation: Bärthel (MT, 35.) – Siebenmeter: 5/5:5/5.

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