News

Ein Sonderlob vom Trainer für eine ganz starke Leistung bekam Magnus Rulff. Hier setzt er sich gegen Melf Kraus (verdeckt) und Fynn Hangstein durch. Hinten beobachten Lemgos Trainer Leif Anton und Rulffs Mannschaftskollege Jonas Koch die Szene, im Vordergrund Lemgos Bester, Jan-Magnus König. (Foto: MTT)

JBLH: Starke Leistung gegen Lemgo bleibt unbelohnt

Zu zwei Punkten reichte es nicht, aber eine starke Leistung lieferte die Bundesliga-A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen beim 24:28 (12:13) gegen die HSG Handball Lemgo dennoch ab. „Kleinigkeiten haben den Ausschlag gegeben. Mit unserem Auftritt war ich zufrieden“, sagte Trainer Björn Brede. „Es war kein schönes Spiel, aber es war viel drin, ohne dass es unfair wurde“, urteilte Lemgos Übungsleiter Leif Anton.

Ohne ihren erkrankten Spielgestalter Florian Weiß und ohne Respekt vor dem Tabellendritten starteten die Melsunger offensiv stark in die Begegnung und glichen Gästeführungen jeweils aus. Das war nötig, weil Lemgo anfangs kaum Probleme hatte, immer einen ihrer Spieler frei zu bekommen. Luca Hagemann und Magnus Rulff fingen sich frühe Strafen ein, Fin Backs und Jonas Koch trafen in Unterzahl dennoch zum 4:4 (8.). Was ebenfalls prima klappte war das taktische Mittel des zusätzlichen Feldspielers. Erst traf Max Bieber, dann Magnus Rulff – die mJSG führte nach zwölf Minuten mit 6:5. „Wir haben uns unsere Möglichkeiten gut und geduldig herausgearbeitet“, freute sich Brede über den gelungenen Einstieg.

Kaum zu verteidigen war dagegen Jan-Magnus König. Der mit Abstand beste Schütze aller vier Bundesliga-Staffeln entzog sich immer wieder der Bewachung und drehte nach Magnus Rulffs 9:7 richtig auf. Entgegen kam ihm dabei eine fünfminütige Schwächephase der Gastgeber, in der nichts Zählbares gelang und die HSG die Partie kippte. Fünfmal traf allein Lemgos Torjäger noch bis zur Pause, warf zwischenzeitlich einen Zwei-Tore-Vorsprung für die Gäste heraus und sorgte fast im Alleingang dafür, dass der Favorit mit einer knappen Führung in die Kabine ging.

Das Bild änderte sich nach dem Seitenwechsel kaum. Die Lipperländer blieben bestimmend und legten immer wieder vor, Melsungen zog sich mit wechselnden Spielgestaltern dennoch gut aus der Affäre. Hinten bot Torhüter Marian Mügge eine starke Partie, vorn verdiente sich Rulff mit unermüdlichem Einsatz Bestnoten. „Er hat eine ganz große Partie gespielt“, bescheinigte Melsungens Trainer seinem Aktivposten. Der sorgte nach 42 Minuten, einmal mehr in Unterzahl, auch für den 17:18-Anschluss, Dimitri Ignatow glich aus fast unmöglichem Winkel aus und Fin Backs erzielte nach feiner Vorarbeit von Luca Hagemann sogar die 20:19-Führung nach genau einer dreiviertel Stunde.

Eine Unachtsamkeit beim Spielerwechsel kostete Lemgo nach dem Ausgleich durch Linus Geis zunächst die  Chance zur Führung, weil Rulff traf. Aber Geis selbst legte noch zweimal nach und brachte die Ostwestfalen dennoch wieder nach vorn (22:23, 52.). Das schönste Tor des Tages gelang dann Luca Hagemann vom Kreis nach Rulffs Traumanspiel hinter dem Rücken. Allerdings genügte das nicht mehr für ein Comeback. „Lemgo hat clever gespielt und unsere Schwachstellen in der Deckung eiskalt ausgenutzt“, sagte Brede. Denn Kreisläufer Geis übernahm die Rolle von König als Vollstrecker. Zudem parierte der eingewechselte Fabian Rütten im Tor erst Rulffs Siebenmeter, später dann noch einen von Ignatow.

Mit Geis‘ sechstem Treffer zum 23:27 war zwei Minuten vor dem Ende alles entschieden. „Ich habe in der letzten Auszeit Herz und Kopf von meiner Mannschaft gefordert. Herz war die gesamte Begegnung über drin, und der Kopf kam mit den überlegteren Abschlüssen zum Ende dazu“, meinte Anton zufrieden und schickte noch ein Kompliment für die Bartenwetzer hinterher: „Schade für die Melsunger, dass sich ihr gutes Engagement nicht ausgezahlt hat“.

Statisik

mJSG: Mügge (14 Paraden / 28 Gegentore), Suck (n. e.); Hagemann 1, Fischer, Rulff 8, Goßmann, Schuhmann 2, Ignatow 7/4, Koch 2, Backs 3, Bieber 1, Cejka.

HSG: Essen (11 P. / 23 G.), Rütten (3 P. / 1 G.), Benjamin (n. e.); Pritschert, Brüggemeier 1, Schalles 3, L. Pieper 1, Geis 6, M. Pieper, Hinsch 4, König 9/2, Krause 1, Hangstein 3.

Z: 125 - SR: Hochstein / Stöwer (Marienheide) - Strafen: 10 : 8 Minuten – 7m: 7/4 : 2/2.

Monatsansicht

 60 Minuten Vollgas