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Die doppelte 13: Jonas Gossmann vertrat den verletzt ausgeschiedenen Dimitri Ignatow gut und konnte seinem Bewacher Erik Förster mehrfach entwischen. (Foto: WMK)

JBLH: 26:21 - Vierter Auswärtssieg im siebten Spiel für die A-Jugend

Einen souverän herausgespielten 26:21 (12:9)-Sieg brachte die Bundesliga-A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen vom Gastspiel bei der HSG Herdecke/Ende mit. Von Beginn an diktierten die Nordhessen das Spiel und kamen zu keiner Zeit in Bedrängnis. „Wir waren auf die große Kulisse vorbereitet und wollten selbst über die Emotionen kommen. Das hat prima funktioniert“, war Trainer Björn Brede mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden.

Zwei 5:1-Deckungen gegeneinander, das bedeutet entweder viele Ballgewinne und schnelles Gegenstoßspiel, oder aber zähes Suchen nach Lösungen, die Lücken zu suchen und zu nutzen. Die zweite Variante war es in Herdecke, so dass Torerfolge in der Anfangsphase Mangelware blieben. Mit Vorteilen bei den Gästen, die dann Erfolg hatten, wenn sie aus der Bewegung kamen. Eingeleitet meist von Magnus Rulff auf der Spielmacherposition, der auch zweimal selbst erfolgreich war zur 4:0-Führung nach neun Minuten. Bis dahin stand die Deckung perfekt, verfehlten die Notwürfe der Gastgeber den Kasten entweder ganz oder wurden Beute des starken Marian Mügge zwischen den Pfosten. „Wir haben nach der hohen Niederlage zuletzt gegen Schlusslicht Nettelstedt sehr mutlos gespielt“, bekannte HSG-Trainer Mathias Grasediek. Erst als Herdeckes Spielmacher Noam Rindle selbst den Abschluss suchte statt seine Nebenleute wenig fruchtbar in Szene zu setzen, wurde die Begegnung für kurze Zeit ausgeglichener (4:3, 12.).

Schnell setzte sich jedoch das wesentlich variablere Spiel der Nordhessen wieder durch. Weil insbesondere das Einbinden der Kreisposition wesentlich besser klappte als auf der Gegenseite. Jonas Koch löste sich ein ums andere Mal von seinen Bewachern und wurde von Rulff und Florian Weiß gefunden. Bis auf 11:5 setzte sich die mJSG ab (25.) und hatte da bereits sechs verschiedene Torschützen vorzuweisen. Ein deutliches Indiz dafür, dass ihr mannschaftliches Zusammenspiel wesentlich besser funktionierte als Herdeckes oft auf Einzelaktionen weniger Akteure ausgelegtes Bemühen. Dass die Partie nicht schon früh vorentschieden war, dafür sorgte Noah Seuthe im HSG-Tor, der unter seinen zehn gehaltenen Bällen bereits zur Pause zwei Siebenmeter von Dimitri Ignatow verbuchen konnte. Melsungens Rechtsaußen hatte sich schon vor dem Anpfiff beim Aufwärmen verletzt, fand nicht wirklich ins Spiel und schied auch noch vor der Pause mit einer Fußverletzung aus. Seine Position übernahm Jonas Goßmann. „Er hat das gut gemacht“, lobte Brede den B-Jugendlichen, der sich nahtlos einfügte. Drei Siebenmeter und ein Feldtor von Linkshänder Jannik Still gestalteten anschließend das Halbzeitresultat aus Sicht der Gastgeber freundlicher, als es ihr Spiel bis dahin eigentlich hergab.

Melsungen behielt nach dem Wechsel auch gegen die mittlerweile auf 6:0 umgestellte Abwehr der Westfalen den Überblick. Fin Backs gesellte sich unter die Torschützen und traf gleich dreifach. Einen weiteren Erfolg verhinderte einmal mehr Noah Seuthe, der damit den dritten Strafwurf parierte. Koch zwang Herdeckes Trainer Mathias Grasediek mit seinem 18:12 zur Auszeit, Florian Weiß und Jonas Gossmann erhöhten dennoch auf 20:13 (46.). „Wir haben die zweite und dritte Welle konsequent gespielt. Das hat gut geklappt, auch wenn der eine oder andere Abschluss vielleicht etwas zu früh kam“, erklärte Brede, warum sich sein Team so deutlich vom Gegner lösen konnte.

Die letzten zehn Minuten boten dann wenig Neues. Melsungen spielte hinten ebenso konzentriert wie vorn engagiert, Herdecke mühte sich nach Kräften und enttäuschte trotz des mittlerweile deutlichen Rückstandes nicht. Im Gegenteil zeigten auch sie noch schöne Spielzüge und entwickelten Ideen, trotz des äußerst stabilen mJSG-Deckungsverbundes zum Erfolg zu kommen. Dabei stand ihnen mehrfach das Holz im Weg, sonst wäre es vielleicht doch nochmal enger geworden. So aber konnten sich die Nordhessen auf das Nötigste beschränken, um den souverän herausgespielten Auswärtssieg unter Dach und Fach zu bringen. "Vollkommen verdient, das Ergebnis geht in Ordnung. Wir haben einfach zu viele Bälle weggeworfen", bilanzierte Herdeckes Coach Mathias Grasediek.

 

Statisik

mJSG: Mügge (16 Paraden / 20 Gegentore), Suck (bei einem Siebenmeter, 0 P. / 1 G.); Hagemann 1, Fischer 1, Rulff 7, Goßmann 2/1, Schuhmann 4, Ignatow 1/1, Damm, Weiß 2, Koch 3, Backs 5/1, Bieber.

HSG: Seuthe (12 P. / 19 G.), Hüser (6 P. / 7 G.); Dannemann, T. Förster, Wefing 1, Still 5/3, Sokat, Grasediek 2, M. Rust 1, N. Rust 5, E. Förster, Bentlage, Witt, Rindle 7/1.

Z: 400 - SR: Meyer / Meyer (Rheydt) - Strafen: 4 : 2 Minuten – 7m: 6/3 : 6/4.

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