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Julian Damm eröffnete den Torreigen gegen TUSEM Essen und steuerte insgesamt vier Treffer zum Unentschieden bei. Hier können Maurice Meurer (5) und Felix Käsler (23) nur zuschauen, wie der Kreisläufer zum Abschluss kommt. (Foto: MTT)

JBLH: 30:30 gegen Essen - Strafen bringen mJSG aus der Erfolgsspur

Mit einem Heimsieg hat es wieder nicht geklappt, aber die Bundesliga-A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen zeigte beim 30:30 (17:13) gegen TUSEM Essen über weite Strecken ein gutes, mitreißendes Spiel. In dem sie lange Zeit führte und am Ende noch einmal zurückkam, als alles schon verloren schien. „Das war klasse Handball“, sparte mJSG-Trainer Björn Brede nicht mit durchaus berechtigtem Lob.

Neben Nationalspieler Dimitri Ignatow (Außenband) musste die mJSG kurzfristig auch auf den grippekranken Jonas Koch verzichten. Ihre Plätze in der Startformation übernahmen Jonas Goßmann auf der rechten Außenbahn sowie Julian Damm am Kreis. Und der setzte sich trotz Doppelbewachung gleich zur Führung durch. Bis zum Ausgleich durch Essens Torjäger Maurice Meurer war es eher ein Abtasten, dann ging es Schlag auf Schlag: fünf Tore innerhalb 60 Sekunden brachte die mJSG mit 4:3 nach vorn (5.).

Es blieb im Anschluss beim offenen Schlagabtausch mit einer hohen Frequenz bei den Torerfolgen. Mal war Essen vorn (5:6 Meurer, 10.), dann wieder Melsungen gleich mit zwei Treffern durch Magnus Rulff und Jonas Goßmann (9:7, 13.). Erst danach beruhigte sich das Spiel etwas, weil die Gäste auf eine etwas defensivere Abwehrvariante umschalteten und Goßmann im Gegenzug Meurer an die kurze Leine nahm. „Wir mussten reagieren, nachdem Rulff schon mit zwei Strafen belastet war“, sagte Brede. Was den Gastgebern insgesamt zu Gute kam, die sich sukzessive auf 15:11 absetzten, wobei sich die Außen Fin Backs und immer wieder der starke Goßmann durchsetzten. Der so herausgespielte Vorsprung blieb bis zur Halbzeit konstant.

Auf Augenhöhe begegneten sich beide auch im zweiten Durchgang. Meurer blieb von Goßmann abgemeldet, vorn unterliefen nur wenige Fehler. Mal führte Melsungen mit fünf, mal kamen die Gäste auf drei heran. Bis Rulff nach einer unbedachten Aktion beim Stand von 24:20 seine dritte Zeitstrafe kassierte und endgültig raus musste (44.). „Der fehlte uns dann natürlich extrem“, bekannte Brede. Das nutzten die Westdeutschen zu zwei Überzahltoren und dem Anschluss durch Niklas Rolf. Der gleiche Spieler sorgte auch für den 25:25-Ausgleich - die Begegnung war acht Minuten vor dem Ende wieder vollkommen offen.

Als sich dann auch noch Max Bieber eine überflüssige Strafe einhandelte, legte Essen zwei vor. Doch der MT-Nachwuchs kam noch einmal zurück, glich durch Florian Weiß und Fin Backs wieder aus und hielt auch dem Druck des letzten Essener Angriffs stand. „Wir waren nicht clever genug, den Sack zu zu machen“, lautete das Fazit von TUSEM-Trainer Marvin Leisen. Und Melsungens Coach schnaufte kräftig durch: „Das hätten wir auch noch verlieren können“.

 

Statisik

mJSG: Mügge (11 Paraden / 30 Gegentore), Suck (n. e.); Hagemann, Fischer, Rulff 5, Goßmann 3, Schuhmann 3, Damm 4, Weiß 4, Backs 11/2, Bieber, Cejka.

TUSEM: Bornkamm (3 P. / 7 G.), Hoven (7 P. / 19 G.); Potocki, Meurer 5/1, Witzke 7, Schmidt 3, Daamen, Käsler 4, Rolf 3, Ingenpass 4, Horn 4, Freitag.

Z: 150 - SR: Pusch / Weiße (Radebeul) - Strafen: 14 : 6 Minuten – 7m: 3/2 : 4/1.

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