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Melsungens Torhüter Marian Mügge sorgte mit seinen Glanztaten dafür, dass die mJSG zum Ende noch einmal den Anschluss fand. (Foto: WMK)

JBLH: Der Heim-Fluch dauert an

Melsungen. Es bleibt dabei: die Bundesliga-A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen kann diese Saison zu Hause einfach nicht gewinnen. Auch beim 25:26 (13:16) gegen den TuS Ferndorf reichte eine kämpferisch starke Leistung nicht aus. „Schade, dass wir für unseren Aufwand nicht belohnt wurden“, trauerte mJSG-Trainer Björn Brede den durchaus möglichen Punkten hinterher.

Allerdings gehen den Nordhessen langsam die Spieler aus. Zu den Ausfällen der vergangenen Woche gesellten sich kurzfristig auch Niklas Fischer und Florian Weiß, so dass die Aufstellung eher einer verstärkten B-Jugend glich. „Wir haben aufgrund der Umstände den im Sommer anstehenden Generationswechsel schon etwas vorweg genommen“, formulierte Brede mit Galgenhumor. Entsprechend zäh gestaltete es sich, die Abwehr der physisch überlegenen Gäste zu überwinden. Das gelang spielerisch zunächst nur über die rechte Seite mit Jonas Gossmann und Luca Schumann. Zu wenig, um die anfänglichen Führungen der beiden Linkshänder zu halten. „Wir hatten körperlich schon einige Vorteile“, gab Ferndorfs Trainer Alex Orlov zu. Seine Mannschaft holte sich den Vorteil zum 3:2 und baute ihn vor allem über den starken Kreisläufer Mattis Michel über 7:4 (13.) nach etwas mehr als einer Viertelstunde auf 11:7 aus.

Mit dem Wechsel von Fin Backs in den Rückraum und der Hereinnahme von Tomas Piroch, der gleich dreimal in Folge traf, entwickelten die Gastgeber mehr Druck aus der zweiten Reihe. Nach Julian Damms feiner Einzelleistung waren sie wieder auf 12:14 dran. Um, geschwächt durch eine Zeitstrafe gegen Mikulas Cejka, bis zum Pausenpfiff wieder Terrain abzugeben.

Piroch blieb auch nach dem Wechsel auffälligster Feldspieler. Weitere drei Volltreffer von Melsungens tschechischem Neuzugang brachten die mJSG nach zwischenzeitlichem 5-Tore-Rückstand wieder auf 17:19 heran (38.). Ehe einmal mehr Mattis mit seinem Doppelschlag die aufkeimenden Hoffnungen auf eine Wende schnell wieder zunichte machte. „Melsungen hat sehr gutes Potential, aber die jungen Spieler machen naturgemäß auch noch mehr Fehler“, sagte Orlov.

Für die nächste Chance auf Zählbares sorgte Melsungens starker Torhüter Marian Mügge. Zwei gehaltene Siebenmeter gegen Klein und Michel setzten die Gäste unter Druck. „Klasse Leistung von ihm. Er hat uns wieder ran gebracht“, lobte Brede. Während Ferndorfs Coach zugab: „Wir haben einige Bälle verworfen und sind dadurch in Hektik gekommen“. Piroch sorgte mit seinem siebten Treffer für das 21:23, Fin Backs veredelte Mügges nächste Parade zum Anschluss und machte per Siebenmeter gleich noch den Ausgleich (53.).

In den Schlussminuten wurde die Begegnung zum echten Krimi. Zweimal legte Ferndorf noch vor, zweimal zog Melsungen nach. Die letzte Führung von Erik Irle vermochten die Gastgeber dann allerdings nicht mehr zu kontern. „Der Sieg war heute im Bereich des Möglichen, aber wir waren am Ende einfach nicht mehr geduldig genug“, bedauerte Brede.

 

Statistik

mJSG: Mügge (18 Paraden / 26 Gegentore), Suck (n. e.), Eggert (n. e.); Küllmer, Goßmann 4, Schuhmann 3, Damm 1, Koch 2, Backs 7/2, Bieber 1, Cejka, Pliuto, Piroch 7.

TuS: Rogalla (10 P. / 25 G.), Kühn (n. e.); Klein 5/1, Schmidt 2, Michel 7, Schneider, Siegle, Irle 5, Dischereit 2, Rengel 2, Sorg 3, Rath.

Z: 150 - SR: Meyer / Meyer (Rheydt) - Strafen: 10 : 4 Minuten - 7m: 2/2 : 4/1.

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