News

Starkes Comeback nach Verletzungspause: Magnus Rulff stand gut in der Abwehr, führte klug Regie und erzielte darüber hinaus fünf Tore. Im Hintergrund beobachtet Jonas Koch die Situation. (Foto: WMK)

JBLH: 34:28 - Überzeugende Vorstellung gegen Herdecke/Ende

Eine Halbzeit solide, die andere streckenweise überragend. Mit ihrem 34:28 (17:16) über die HSG Herdecke/Ende feierte die Bundesliga-A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen den ersten Sieg der Saison vor heimischem Publikum und überzeugte dabei zuerst kämpferisch, nach der Pause dann auch spielerisch. Dabei wandelte sie einen Vier-Tore-Rückstand in eine Acht-Tore-Führung und siegte letztlich souverän.

Zehn Minuten lang zeigte die mJSG zunächst ein nahezu fehlerfreies Spiel, fand lediglich in Gästetorhüter Noah Seuthe wiederholt ihren Meister und führte deshalb lediglich mit 5:4. Bis dahin hatte Magnus Rulff das Aufbauspiel fest im Griff und störte das Spiel der Gäste hinten als Spitze einer 5:1-Formation empfindlich. Dann fanden die Westdeutschen ihr Mittel, um die Partie zu drehen: Rechtsaußen Lauritz Wefing lief schnelle Gegenstöße, Dominik Spannekrebs übernahm die Würfe aus dem gebundenen Spiel. Neun Tore dieses Duos sorgten nach 16 Minuten für eine 11:7-Führung der HSG.

Fin Backs und Max Bieber brachten ihre Mannschaft wieder heran, ehe Herdeckes Rückraum-Linker noch einmal zwei Stiche zum 9:13 setzte. „Wir hatten ihn zwar auf dem Zettel, waren aber doch etwas überrascht von seiner Dominanz“, gab mJSG-Trainer Sascha Henkel zu. Dann waren die Melsunger aber plötzlich wieder voll dabei. Rulff und Tomas Piroch vollstreckten jeweils doppelt, Backs traf zur 14:13-Führung (23.). Die ging zwar noch einmal verloren, doch Rulff und Backs holten sie in einem rasanten, von beiden Seiten ansehnlich geführten Spiel zur Halbzeit zurück.

Mit Dimitri Ignatow feierte nach der Pause neben Rulff der zweite bisher Verletzte sein Comeback - und wie! Gleich dreimal netzte der Rechtsaußen, Rulff, Julian Damm, Jonas Koch und Backs zum 24:16 bauten den bereits in der ersten Hälfte begonnenen Lauf auf 10:0 aus (40.). „Es war ganz wichtig, dass Rulff und Ignatow wieder dabei waren. An unseren älteren Spielern orientieren sich die jüngeren und gewinnen durch sie Sicherheit“, erklärte Henkel. Erst dann traf mit Erik Förster nach 14 Minuten Torflaute wieder ein Herdecker.

Eine Rückkehr der Gäste ließ jedoch Marian Mügge nicht zu. Der hatte nach durchwachsener Anfangsphase zwischenzeitlich für Glenn Eggert Platz gemacht, dann aber umso stärker wieder übernommen. Auch zwei Siebenmeter wurden Beute des mJSG-Keepers, der großen Anteil daran hatte, dass der Abstand konstant blieb. „Unsere Abwehrumstellung auf eine 6:0-Formation hat enorm geholfen, auch Marian das Leben einfacher zu machen“, freute sich Henkel. Mit Julian Damms 30:23 war die Partie fünf Minuten vor dem Ende schließlich entschieden.

„Wir haben die ersten zehn Minuten nach der Pause geschlafen. Das reicht in der Bundesliga, um ein Spiel zu verlieren“, sagte Gästetrainer Mathias Grasediek. Der durfte sich zwar noch über einige gelungene Aktionen und eine kleine Aufholjagd seiner Schützlinge freuen, doch Tomas Piroch sorgte mit seinem Doppelpack in der Schlussphase für klare Verhältnisse und Niklas Fischer setze den Schlusspunkt unter eine vor allem in der zweiten Hälfte überzeugende Vorstellung der Nordhessen.

 

Statisik

mJSG: Mügge (16 Paraden / 28 Gegentore), Eggert (2 P. / 0 G.); Hagemann, Fischer 2, Rulff 5, Küllmer 2, Goßmann 1, Schuhmann 2, Ignatow 4, Damm 2, Koch 1, Backs 7, Bieber 1, Piroch 7.

HSG: Bentlage (1 P. / 0 G.), Hüser (2 P. / 6 G.), Seuthe (7 P. / 28 G.); Dannemann 2/1, T. Förster, Wefing 5, Still 1, Sokat, Grasediek, M. Rust 2, Spannekrebs 13, N. Rust 3, Miekus, E. Förster 1, Rindle 1.

Z: 120 - SR: Dieckmann / Riemer (Hannover) - Strafen: 2 : 0 Minuten – 7m: 1/0 : 3/1.

Monatsansicht

 60 Minuten Vollgas