News

Tom Küllmer steigt vor der Abwehr hoch, täuscht einen Wurf an und setzt Julian Damm mustergültig ein. Nur eins von vielen guten Anspielen der mJSG an den Kreis. (Foto: WMK)

JBLH: Beim Tabellenzweiten gut verkauft

Die Bundesliga-A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen hat sich beim 19:27 (10:11) im letzten Saisonspiel beim Zweiten und Meisterschafts-Anwärter TSV Bayer Dormagen teuer verkauft. „Wir waren lange in Reichweite. Erst als beim Gegner alle Asse auf der Platte waren, hat sich die individuelle Stärke durchgesetzt“, sagte mJSG-Trainer Björn Brede.

Auch für das letzte Saisonspiel hatte er sich mit seinem Trainerkollegen Sascha Henkel etwas einfallen lassen: neben Rechtsaußen Jonas Gossmann und dem Halbrechten Tomas Piroch übernahm mit Luca Schuhmann ein weiterer Linkshänder den Spielaufbau. Eine Konstellation, mit der Dormagen erst einmal nicht viel anzufangen wusste. Vor allem weil Piroch immer wieder in die Mitte zog und den Abschluss über den Innenblock suchte. Zweimal mit Erfolg, so dass nach neun Minuten ein 3:3 auf der Anzeigetafel leuchtete.

Gefolgt allerdings von einer Phase der Unkonzentriertheit, die der Favorit zu drei Treffern und der ersten etwas deutlicheren Führung nutzte. Es häuften sich nun die Fehler im Offensivspiel, was der TSV nutzte und mit schnellen Gegenstößen bestrafte. Nach Jonas Gossmanns verworfenem Siebenmeter, Daniel Andrejews Dreher und Luca Bohrmanns Strafwurf lag die mJSG bereits mit 5:11 hinten (23.). Um danach ganz stark zurückzukommen. Die Abwehr profitierte von der Hereinnahme von Tom Küllmer und Jonas Koch, erarbeitete sich Ballgewinne und unterstützte den ebenfalls immer stärker werdenden Marian Mügge im Tor hervorragend. Das Resultat: eine Aufholjagd, die nach Mikulas Cejkas Tempogegenstoß zum 10:11-Anschlusstreffer erst durch die Pausensirene gestoppt wurde. „Wir waren zu früh zufrieden und haben nicht mehr genug investiert“, bemängelte TSV-Trainer Ulli Kriebel.

Nach dem Seitenwechsel knüpfen die Gäste zunächst nahtlos an und hatten nach Julian Damms 12:12 sogar die Chance zur Führung. Die machte TSV-Torhüter Tim Hottgenroth zunichte und leitete damit den nächsten Zwischenspurt der Westdeutschen ein (15:12, 36.). Abschütteln ließen sich die Nordhessen aber noch nicht. Immer wieder gelangen feine Spielzüge, wobei insbesondere das Zusammenspiel von Piroch mit Damm am Kreis gefiel.

Erst als Dormagen nach Mügges pariertem Siebenmeter gegen Lars Jagieniak sowie Kochs 15:17 (43.) alle seine Asse aufs Feld brachte, zu zwei weiteren schnellen Treffern kam und Jagieniak auf 21:15 nachlegte, zeichnete sich eine Entscheidung ab (47.). „Wir haben die letzte Viertelstunde annähernd die Mannschaft gebracht, die in auch um die Meisterschaft spielen soll“, erklärte Kriebel, warum sich sein Team schließlich bis auf 25:16 absetzen konnte. Es sprach für die Melsunger, dass sie weiter um eine Ergebniskorrektur bemüht waren und das auch schafften. „Ich bin zufrieden. Vor allem mit der Abwehrleistung, aber auch sonst. Wir haben viel von dem umgesetzt, was wir erarbeitet hatten und haben schon viel auf die Zukunft vorgearbeitet“, bilanzierte Brede.

 

Statistik

mJSG: Mügge (12 Paraden / 17 Gegentore), Suck (1 P. / 1 G.), Eggert (2 P. / 8 G.); Hagemann, Fischer, Küllmer, Goßmann 3, Schuhmann 1, Damm 5, Koch 2, Bieber 1, Cejka 1, Dexling, Piroch 6.

TSV: Hottgenroth (12 P. / 19 G.), Boieck (n. e.), Fuchs (n. e.); Winkler 1, Pyszora 2, Winter, Morante Maldonado 4/1, Hartmann 2,  Gotthart, Zylus, Jagieniak 8/1, Bohrmann 2/1, Stutzke 1, Toromanovic 3, Andrejew 3, Stein 1.

Z: 80 - SR: Barth / Otto (Schwelm) - Strafen: 4 : 4 Minuten - 7m: 1/0 : 4/3.

Monatsansicht

 60 Minuten Vollgas