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Dem Melsunger Sturmlauf hatten die Mittelhessen nicht viel entgegenzusetzen. Hier setzt sich Max Bieber kraftvoll gleich gegen zwei Wettenberger durch und kommt zum Anschluss. (Foto: MTT)

JBLH: mJSG meistert die erste Quali-Hürde zur Saison 2017/18 mit zwei Siegen

Die A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen hat die erste Quali-Hürde zur A-Jugend-Bundesliga 2017/18 souverän gemeistert. Im Eröffnungsspiel der Dreiergruppe in der heimischen Melsunger Stadtsporthalle siegte der MT-Nachwuchs gegen die HSG Wettenberg deutlich mit 31:9 (16:3) und ließ anschließend ein 28:24 (14:12) gegen die HSG Bachgau 08 folgen. Damit ziehen die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen und die HSG Wettenberg in die nächste Runde auf Südwest-Ebene ein, die am 28. Mai 2017 ebenfalls in Dreiergruppen gespielt wird. Der Austragungsort ist noch nicht bekannt.

 

mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen - HSG Wettenberg 31:9 ( 16:3)

Zwei starke Abwehrreihen bestimmten das Spiel zu Beginn. Dem entsprechend war zunächst zäher Kampf Trumpf, Tore blieben dagegen Mangelware. Lediglich zwei Spieler schafften es, die jeweiligen Riegel zu durchbrechen: Tomas Piroch auf Seiten der mJSG, Philip Weber bei Wettenberg. Mit Vorteilen beim Melsunger, der gleich viermal traf, sein Gegenpart lediglich zweimal (4:2, 9.).

Die Herangehensweisen waren höchst unterschiedlich. Die Mittelhessen arbeiteten viel in die Breite und versuchten, sich mit Übergängen von Linksaußen Felix Weide an den Kreis Vorteile zu verschaffen. Was ein ums andere Mal im Abschluss am starken Glenn Eggert im Tor scheiterte, der mit starken Paraden glänzte. Die gewonnenen Bälle landeten über schnelle Gegenstöße der Außen Mikulas Cejka und Jonas Goßmann zuverlässig im Netz, so dass der Vorsprung nach einer Viertelstunde auf 9:3 angewachsen war.

Bis zur Pause änderte sich nicht mehr viel am Bild: Melsungen konzentriert und ohne viele Schnörkel, Wettenberg mittlerweile komplett überfordert vor der überragenden Deckung der Rot-Weißen. Tom Küllmer traf dreimal in Folge, Luca Schuhmann und Max Bieber beteiligten sich ebenfalls noch am mehr als deutlichen Halbzeitstand.

Und auch nach der Pause dominierten die Gastgeber nach Belieben. Weil Björn Wenderoth weiterführte, was Eggert begonnen hatte, dabei sogar einen Siebenmeter von Weber entschärfte und die mit viel Tempo vorgetragenen Angriffe fast ausnahmslos mit Erfolg abgeschlossen wurden. Nach 34 Minuten schraubte Nikita Pliuto mit seinem 24:4 vom Kreis die Differenz auf 20 Treffer hoch.

Trainer Björn Brede nutzte die Überlegenheit seiner Mannschaft schon früh, um allen Spielanteile zu geben und die Belastung zu verteilen. Dem Spielfluss tat das keinen Abbruch. Positiv erwähnen muss man die Moral der HSG, die alles tat, um wenigstens die Zehn-Tore-Marke zu erreichen. Was letztlich nicht gelang, weil auch Neuzugang Jan-Lasse Herbst im Tor der mJSG noch ein paar feine Paraden zeigte. Erst als sich Kevin Gockell mit dem 29:7 als letzter Melsunger Feldspieler in die Torschützenliste eingetragen hatte, schalteten die Gastgeber in den letzten fünf Minuten etwas zurück.

Statistik
mJSG
: Eggert (7 Paraden, 3 Gegentore), Herbst (3 P./ 3 G.), Wenderoth (8 P./ 3 G.); Piroch 7/1, Küllmer 4, Goßmann 5, Gockell 1, Schuhmann 2, Damm 2, Pregler 2, Koch 2, Bieber 2/1, Pliuto 2, Cejka 2.
HSG: Becker (2 P. / 10 G.), Ruppert (3 P. / 21 G.); L. Weber 1, Weide 1, Foos 1, Stroh, Till 2, Höhn 1, Großhaus, Vogel 1/1, Kemper, Mohr, Weisbrod, P. Weber 2/1.
Zuschauer: 120 – Schiedsrichter: Schwarzmeier / Stewen (Wächtersbach / Glauburg) – Strafen: 4:4 Minuten – Siebenmeter: 3/2:4/2.

 

mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen - HSG Bachgau 08 28 : 24 (14:12)

Wie schon gegen Wettenberg dominierte die mJSG die Partie vom Anwurf weg. Auch wenn der erste Angriff in einem technischen Fehler endete, tat das der Sache keinen Abbruch. Der nach seinem Kreuzbandriss zurückgekehrte Kevin Gockell machte das Spiel, Tomas Piroch traf aus allen Lagen, die Abwehr stand hervorragend und Glenn Eggert parierte schon nach knapp fünf Minuten den dritten Wurf bei einen Siebenmeter von Marvin Paul – die mJSG führte schnell mit 4:1.

Zwei frühe Zeitstrafen gegen Jonas Koch und Tom Küllmer brachten das Räderwerk jedoch kurzzeitig zum Stocken, zumal Piroch von Tim Häufglöckner in kurze Deckung genommen wurde. Eine Maßnahme, die nur bedingt fruchtete, weil Kevin Gockell den freien Raum für sich zu nutzen wusste und an Stelle des Tschechen traf (9:5, 13.).

Bachgau kämpfte um seine letzte Chance für ein Weiterkommen. Häufglöckner und Joel Kullmann trafen, der eingewechselte Nicola Wengerter im Tor zeigte starke Paraden. Dennoch reichte das noch nicht, um die Nordhessen entscheidend einzubremsen. Erst eine weitere Strafe gegen Jonas Goßmann ließ den Vorsprung nach der Hälfte der Spielzeit etwas zusammenschmelzen.

Nach Wiederbeginn kippte die Partie. Piroch setzte einen Siebenmeter krachend an die Latte, Thilo Hauer, wieder Häufglöckner per Gegenstoß und Kullmann brachten die Südhessen mit 15:14 nach vorn. Es entwickelte sich ein packendes Kampfspiel, in dem beide Mannschaften an die physischen Grenzen gingen.

Bachgau legte vor, Melsungen zog nach. So ging es ständig hin und her, wobei beide Trainer in die taktischen Trickkisten griffen. Die HSG konzentrierte sich weiter darauf, Tomas Piroch zu neutralisieren, die mJSG stellte um auf eine 5+1, zuweilen auch 4+2-Deckung gegen Bachgaus Rückraumschützen. Dazu bediente sich Trainer Björn Brede des siebten Feldspielers, was das Pendel erneut umschlagen ließ. Zweimal Piroch, der seinem Bewacher entkam, sowie zweimal Tom Küllmer holten die Führung zurück und bauten sie sofort auf 23:21 aus (41.).

Auch Eggert kam zwischen die Pfosten zurück und parierte sofort glänzend gegen Paul. Und dennoch gaben sich die Gäste noch nicht geschlagen. Joel Kullmann verkürzte, eine Strafzeit gegen Mikulas Cejka weckte weitere Hoffnungen. Doch diesmal zogen die Nordhessen durch, schalteten noch einmal einen Gang höher und hatten den Sieg mit Eggerts Glanztat gegen Paul und Julian Damms 26:22 zweieinhalb Minuten vor dem Ende in trockenen Tüchern.

 

Statistik
mJSG: Eggert (10 Paraden, 14 Gegentore), Herbst (1 P./ 1 G.), Wenderoth (4 P./ 9 G.); Piroch 10/2, Küllmer 5, Goßmann, Gockell 3, Schuhmann 1, Damm 5/1, Pregler 2, Koch 1, Bieber, Pliuto, Cejka 1.
HSG B.: Wengerter (12 P./ 19 G.), Kraus (2 P./ 9 G.); Stegmann 1, Rickmeyer, Gregorczyk, Göregen, Walther, Kullmann 9/2, Hauer 3, Hohm 4, Häufglöckner 4, Paul 2, Engels.
Zuschauer: 150 – Schiedsrichter: Schwarzmeier / Stewen (Wächtersbach / Glauburg) – Strafen: 8:2 Minuten – Siebenmeter: 5/4:4/2.

 

HSG Wettenberg - HSG Bachgau 08 23 : 22 (13:10)

Für die als Favoriten ins Spiel gegangenen Bachgauer lief es von Beginn an nicht gut. Verkrampft und ohne den nötigen Schwung rannten sie sich ein ums andere Mal in der starken Wettenberger Deckung fest und liefen schon zur Pause einem Rückstand hinterher.

Den verkleinerten sie bis Mitte der zweiten Hälfte und übernahmen das Zepter auf dem Spielfeld. Bei den Mittelhessen schien sich der Kräfteverschleiß aus dem ersten Spiel negativ auszuwirken, in vielen Aktionen fehlte die Kraft. Fünf Minuten vor dem Ende sah Bachgau bei eigener 20:17-Führung schon wie der sieger aus, Wettenberg schien nach der Auftaktniederlage komplett aus dem Rennen.

In der Schlussphase kehrte die Unsicherheit der südhessen zurück: Fehlwürfe, Ballverluste, technische Fehler. Wettenberg glich in der letzten Minute aus, Bachgau hatte den vermeintlich letzten angriff. Der ging jedoch schief, der Ball einmal mehr verloren und exakt eine Sekunde vor der Schlusssirene fiel der erlösende Treffer zum Sieg für den Außenseiter.

 

Statistik
HSG W.: Becker, Dürr; L. Weber 6, Weide 1, Foos 3, Stroh, Till 3, Höhn, Großhaus, Vogel 5/1, Kemper 3, Mohr, Weisbrod, P. Weber 2.
HSG B.: Wengerter, Kraus; Neupert, Stegmann, Rickmeyer 2, Gregorczyk 4, Göregen, Walther, Kullmann 7/2, Hauer 3, Hohm, Häufglöckner 3, Paul 3, Engels.Zuschauer: 120 – Schiedsrichter: Friedrich / Ringleb (Hüttenberg / Gießen) – Strafen: 4:0 Minuten – Siebenmeter: 1/1:3/2.

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