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Oberliga: Zu viele Fehler beim 19:28

Am dritten Spieltag der Oberliga-Saison mussten die Handballer der MT Melsungen II ihre dritte Niederlage hinnehmen. Bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II unterlagen die Nordhessen deutlich mit 19:28 (11:15).

Zwei Siebenmetertore von Dimitri Ignatow bescherten der MT nach zwei gespielten Minuten ihre erste und gleichzeitig einzige Führung der Begegnung. Denn die fast sechs Minuten Torflaute direkt im Anschluss nutzte die Wetzlarer Bundesliga-Reserve, um sich auf 4:2 abzusetzen. Dann erst gelang Cornelius Feuring der erste herausgespielte Treffer.

Und es blieb weiter vieles Stückwerk im Angriff. „Wir haben nie unseren Rhythmus gefunden, das Tempo fehlte, wir konnten die Halbpositionen nicht richtig ins Spiel bringen und haben keine präzisen Pässe gespielt“, war die Mängelliste von Trainer Georgi Sviridenko lang. Umso fataler, da auch die Abwehr Sorgen machte: zu passiv, kaum Zugriff, Gegentore zum Teil aus fast unmöglichen Winkeln von außen. So schien die Partie beim Stand von 14:7 nach 25 Minuten praktisch schon gelaufen.

„Wir müssen mehr Risiko gehen, um das Spiel des Gegners zu unterbrechen“, gab Sviridenko seinen Spielern in einer Auszeit mit auf den Weg. Und die setzten das um. Mit dem Erfolg, dass es vorn diesmal die erfahrenen Spieler richteten. Petr Hruby, Eugen Gisbrecht und Alexander Bärthel brachten Melsungen bis zur Pause wieder heran, Florian Weiß verkürzte nach Wiederbeginn sogar auf nur noch drei Rückstand.

„An Kampf und Einsatz hat es garantiert nicht gelegen“, stellte Melsungens Coach seinem Team diesbezüglich auch einmal mehr ein gutes Zeugnis aus. Allein die Verwertung der herausgespielten Möglichkeiten war weit von akzeptablen Bereichen entfernt. 29 Fehlwürfe standen am Ende auf dem Statistikzettel, dazu 13 technische Fehler. „Damit gewinnt man nun einmal kein Spiel“, hatte es Sviridenko nicht schwer, den Grund für die dritte Pleite hintereinander herauszustreichen. Denn trotz des zwischenzeitlichen Aufbäumens war ein Punktgewinn angesichts der miserablen Wurfquote außer Reichweite und die Höhe der Schlappe eine logische Folge eigener Versäumnisse im Abschluss.

 

Statistik

MT II: Paske, Meyfarth; Rulff, Kienast, Hruby 1, Krug, Bärthel 2, Kothe 1, Ignatow 6/3, Feuring 2, Weiß 2, Gisbrecht 1, Backs 4, Grolla.

HSG: Scholz, Klimpke 1; J. Wallwaey 7, Gümbel 4, Pjanic 1, Leger 3, Lindenstruth 2, L. Wallwaey 1, Bremond 1, Schreiber 1, Schwalbe 2, Weber 1, Lauber 3, Ludwig 1.

Zuschauer: xxx – Schiedsrichter: Gölzer / Stalev (Gelnhausen / Seligenstadt) – Strafen: 6:4 Minuten – Siebenmeter: 3/2:3/3.

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