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Oberliga: Starke Vorstellung beim 37:21 gegen Münster

Sie können es noch – und wie! Am vierten Spieltag der Handball-Oberliga Hessen feierte die MT Melsungen II gegen die TSG Münster mit 37:21 (20:9) im ersten Heimspiel auch ihren ersten Saisonsieg. „Die Jungs haben vor der Heimkulisse richtig gebrannt. Alle hatten auch die Nase voll vom Verlieren und heute gut an Leistung zugelegt“, fand Trainer Georgi Sviridenko eine nicht alltägliche Begründung für diese Leistungsexplosion nach drei Niederlagen in Folge.

Nur fünf Minuten, bis zum 2:2, dauerte das vorsichtige Abtasten zweier Mannschaften, die alles andere als gute  in die Saison gestartet waren. Dann fand als erstes die Bundesliga-Reserve ihr Spiel. Petr Hruby traf vom Kreis, Merlin Kothe und Cornelius Feuring viermal aus dem Rückraum, dazu die Außen Dimitri Ignatow und Fin Backs. Von jeder Position waren die Melsunger torgefährlich, während das Spiel der Gäste zu statisch und auf Spielmacher Jonas Ulshöfer zugeschnitten war. Doch den hatte die MT-Deckung unter Kontrolle, so dass die TSG schlecht vorbereitet entweder an Fabian Meyfarth scheiterte oder erst gar nicht zum Abschluss kam.

Über 10:3 und die erste Auszeit von Münsters Trainer Thomas Wallendorf („Wir haben nach dem 2:2 einfach aufgehört zu spielen und die MT zu Gegenstößen eingeladen“) erhöhten Ignatow und Backs mit Tempogegenstößen, jeweils nach Meyfarth-Paraden, auf 13:4 und zwangen Wallendorf damit schon früh ins zweite Time-Out (20.). Ohne nennenswerten Erfolg indes, weil gegen die auf 5:1 umgestellte Gästeabwehr nun das Kreisspiel über Hruby nahezu perfekt funktionierte. Vier Tore des Tschechen und zwei fein freigesperrte Gassen für den zur Mitte ziehenden Jan Grolla ließen den Vorsprung bis zur Pause schon ins Zweistellige anwachsen.

Der spielerische Faden riss nach dem Seitenwechsel kurz. Ohne große Folgen jedoch, weil Fabian Meyfarth seine Quote konstant hoch hielt und Dimitri Ignatow weiter erfolgreiche Konter lief. „Mit Torhüterleistungen wie heute kann man auch Spiele gewinnen“, bezog Sviridenko den später noch eingewechselten Maurice Paske in sein Lob mit ein. Daran bauten sich die anderen wieder auf und erhöhten mit Ignatows achtem Treffer fast mühelos auf 28:13 (44.) – die Entscheidung. Auch als Georgi Sviridenko zum Ende hin munter durchwechselte, blieb seine Mannschaft torhungrig. Marius Krug erzielte seine ersten beiden Heimtore im MT-Trikot und per Siebenmeter trug sich schließlich als letzter Feldspieler auch Matthias Kienast in die Liste der erfolgreichen Schützen ein.

 

Statistik

MT II: Paske (7 Paraden, 9 Gegentore), Meyfarth (15 P./12 G.); Kienast 1/1, Golla 1, Hruby 6, Krug 2, Kothe 5, Ignatow 8/2, Feuring 4, Weiß 1, Gisbrecht 1, Backs 4, Petersen 1, Grolla 2.

TSG: Busch (4 P. / 20 G.), Klein (7 P. / 17 G.); Kruse, Storck, Schwarz 6/2, Beier 2, Ulshöfer 2/1, Frieman 1, Gonzales Borja 1, Dautermann 1, Ikenmeyer, Jacobi 3, Schuster, Dries 4.

Zuschauer: 200 – Schiedsrichter: Hoffelner / Siedel (Rodgau/Rimbach) – Strafen: 10:8 Minuten – Siebenmeter: 3/3:5/3.

 

 

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