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Oberliga: Abwehr ohne Zugriff - 21:32 in Bruchköbel

Bruchköbel. Die Hoffnung trog. Die Zuversicht, dass die MT Melsungen II nach dem ersten Saisonsieg gegen Münster nun auch in der Fremde selbstbewusster und erfolgreicher auftreten könnte. Stattdessen gab‘s beim 21:32 (12:19) bei der SG Bruchköbel im vierten Auswärtsspiel der laufenden Saison der Handball-Oberliga die vierte Niederlage der Bundesliga-Reserve.

Ohne Junioren-Nationalspieler Johannes Golla, der in der ersten Mannschaft gebraucht wurde (und für die gegen Stuttgart drei Treffer erzielte), hielt sie beim Vize-Meister nur bis zum 8:7 (14.) vielversprechend mit. Dann zogen die Gastgeber davon. Über 14:8 (24.) auf 19:12 zur Pause. „Unsere Abwehr hat überhaupt keinen Zugriff bekommen“, monierte MT-Betreuer Björn Kramer. In der Tat präsentierte sich die Melsunger Defensive sowohl in der 4:2 wie auch in der 5:1-Formation als allzu löchrig, so dass sich Torwart Maurice Paske von seinen Vorderleuten im Stich gelassen fühlen musste.

So war der Halblinke Michael Nath kaum zu stoppen, immer wieder von Regisseur Tegaday Nuez Ramos in Szene gesetzt, der selbst schalten und walten durfte, wie er wollte. Im Angriff häuften sich die technischen Fehler, nachdem zuvor Schlussmann Iteb Bouali dem Melsunger Rückraum immer mehr den Schneid abgekauft hatte. Die SG bedankte sich und ihr gefürchteter Tempogegenstoßexpress nahm Fahrt auf. Dabei war Aydin Günes in der ersten Hälfte fünf Mal erfolgreich.

Also ging‘s für die Sviridenko-Schützlinge nach dem Wechsel vorrangig um Schadensbegrenzung. Die gelang bis zum 22:16 durch Marius Krug (42.), ehe der Neuzugang auf die Strafbank musste und Linkshänder Sergej Zutic mit zwei Treffern auf 24:16 erhöhte. Damit war der Gäste-Widerstand nun endgültig gebrochen. Sehr zum Leidwesen des nach der Pause eingewechselten Fabian Meyfarth, der wie Vorgänger Paske gegen den ungebremsten Bruchköbeler Angriffswirbel machtlos war.

„Der Gegner hatte gegen unsere Abwehr immer eine Lösung und war im Abschluss sehr effektiv“, erkannte MT-Trainer Georgi Sviridenko die Bruchköbler Überlegenheit neidlos an. Von seinen Schützlingen attestierte er nur Jan Grolla (im Angriff) Normalform. Zu wenig, um dem ersten Sieg eine Überraschung folgen zu lassen. • MT: Paske (19 Gegentore/6 Paraden), Meyfarth (ab 31., 13/7) - Hruby 3, Krug 1, Bärthel, Kothe 1, Ignatow 2/1, Damm 4, Feuring 2, Weiß 1, Gisbrecht 1, Backs 2, Petersen, Grolla 4. SR: Sattler/Biaesch. Zeitstrafen: 6:6-Minuten. Siebenmeter: 3/3:4/1.(ohm)

Quelle: HNA

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