Dicker Brocken für die MT 2
Acht Punkte sind in dieser Saison maximal noch zu holen für die MT Melsungen 2, zwei davon beim Wilhelmshavener HV am Samstag (18 Uhr, Nordfrost-Arena). Es wären Bonuszähler, weil die Trauben beim Tabellen-Vierten sehr hoch hängen.
Dennoch will die MT 2 nichts verschenkt werden. Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf Bissendorf-Holte, das den ersten Abstiegsplatz besetzt. Eigentlich nur drei, denn bei Punktgleichheit am Ende der Saison spräche der direkte Vergleich gegen Melsungen und für Bissendorf. Kein Wunder also, dass Trainer Florian Weiß (Foto: Hartung) überhaupt nicht drumherum redet, sondern vor der Auswärtsaufgabe beim WHV ganz klar sagt: „Wir fahren mit dem Ziel dorthin, zwei Punkte zu holen.“
Was dafür spricht: Sowohl im Hinspiel zu Hause gegen Wilhelmshaven als auch vergangenes Wochenende gegen den Tabellenführer aus Hildesheim spielte seine Mannschaft stark. Zumindest eine Halbzeit. Erst nach der Pause wendeten sich die Blätter gegen die MT 2. „Gerade aus der ersten Hälfte gegen Hildesheim haben wir aber viel mitgenommen“, sagt Weiß.
Was dagegen spricht: Im Hinspiel gingen 14 von 31 Toren auf das Duo Rene Andrei und Jonas Riecke. Beide werden am Samstag aber weiterhin verletzungsbedingt fehlen. Außerdem treffen die Melsunger „auf eine Drittliga-Mannschaft mit jahrelanger Erfahrung, die einfach nur abgezockt spielt“, wie es der Melsunger Coach zusammenfasst. Sein Urteil: „Das ist ein ziemlicher Brocken, der uns da erwartet. Der WHV stellt eine kompakte Abwehr, und es erwartet uns eine gut gefüllte Halle.“
Mit Blick auf das weitere Programm, das noch weitere Auswärtsprüfungen beim Dritten (Bielefeld) und beim Zweiten (Emsdetten) sowie eine Heim-Pflichtaufgabe gegen die SGSH Dragons bereithält, wäre Zählbares in Wilhelmshaven ein richtiges Pfund im Kampf um den Klassenerhalt. Zumal die Restprogramme der Konkurrenz weitaus einfacher erscheinen.
Das Spiel der MT Melsungen 2 beim Wilhelmshavener HV wird wie gewohnt im Internet über die Plattform von Sportdeutschland.TV live übertragen. (Michael Koch)