Die MT Melsungen wird im Verlauf der Rückrunde in der DAIKIN Handball-Bundesliga zwei Heimspiele in der Nordhessen Arena austragen.
Am 28. und 30. Spieltag der Handball-Bundesliga (HBL) muss die MT Melsungen umziehen. An den von der HBL fixierten Terminen steht die Rothenbach-Halle aufgrund der RO-KA-TECH-Messe nicht zur Verfügung. Deshalb weicht der heimische Handball-Bundesligist in die Kasseler Nordhessen Arena aus.
Betroffen sind das Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen am Sonntag, 4. Mai (15 Uhr), sowie das Derby gegen Wetzlar am Montag, 19. Mai (20 Uhr). Womöglich kommt noch das Viertelfinal-Rückspiel in der EHF European League am 29. April hinzu, falls die MT direkt in die Runde der besten acht Mannschaften einzieht.
Dass die Wahl auf die Nordhessen Arena fiel, hat mehrere Gründe. „Die Arena hat sich bereits als gute Handball-Spielstätte erwiesen“, sagt MT-Vorstandssprecher Andreas Mohr und erinnert an das dort ausgetragene Derby in der 3. Liga im November 2023 sowie an das Vorbereitungsturnier im vergangenen Sommer (Foto: Käsler). Außerdem sei an den Terminen nicht zu rütteln gewesen: „Und andere Hallen, die HBL-Auflagen erfüllen, wie etwa in Eisenach, Wetzlar oder Hannover sind für uns dann nicht infrage gekommen.“
Kurzum: Ein Heimspiel soll auch in der sportlichen Heimat stattfinden. Von daher „geht unser großer Dank an die Nordhessen Arena, dass wir innerhalb Kassels ausweichen können“, sagt Mohr. Dies zeige, die Region steht zusammen, ganz nach dem Motto: #imHerzenNordhessen
Gleichwohl spricht der MT-Vorstand von einer immensen logistischen Herausforderung. Als ein Beispiel hebt er das Prozedere für Dauerkarten-Inhaber hervor: „Natürlich wollen wir unseren Fans einen passenden Platz in der Nordhessen Arena anbieten, der mit ihrem angestammten Sitz in der Rothenbach-Halle zu vergleichen ist.“ Sämtliche Dauerkarten-Besitzer sind bereits umgebucht. Wo und wann sie ihre Tickets für die Nordhessen Arena erhalten – dazu später mehr.
Mohr bittet um Verständnis, dass die ursprünglichen Plätze nicht eins zu eins auf die Nordhessen Arena übertragen werden können. Dennoch „sollten wir die Situation positiv annehmen und uns gemeinsam auf die beiden Heimspiele freuen“. Insbesondere die Stehplatzbereiche könnten für eine tolle und neue Stimmung sorgen.
Für Sponsoren und VIP-Gäste, die noch einmal zusätzlich kontaktiert werden, ergibt sich ebenfalls eine veränderte Situation. „Wir als MT bewegen uns in neuer Umgebung und Infrastruktur“, sagt Mohr. Parkplätze etwa seien nicht so zahlreich vorhanden wie auf dem Messegelände: „Aber ich bin überzeugt, dass wir eine Atmosphäre schaffen, in der sich alle wohlfühlen. Und das wirkt sich hoffentlich positiv auf unsere Mannschaft aus.“
An Unterstützung vonseiten der Nordhessen Arena wird es nicht mangeln. Paul Sinizin, Geschäftsführer der Arena und von Eishockey-Zweitligist Kassel Huskies, freut sich, „dass wir der MT Melsungen helfen können. Die Kooperation und das Verhältnis zwischen unseren Klubs laufen ja schon seit einiger Zeit sehr gut.“ Insofern sei es eine Selbstverständlichkeit, der MT den temporären Umzug zu ermöglichen.
Sinizin verweist darauf, dass sich die ehemalige Eissporthalle noch längst nicht in ihren Endzustand verwandelt hat. Das fange mit den VIP-Bereichen an, gehe über die Anzahl der Sitzplätze und höre mit der Parksituation auf. Die Gegebenheiten seien, wie sie sind, sagt Sinizin: „Die Halle befindet sich im ständigen Um- und Ausbau. Für die MT-Spiele arbeiten wir zudem an kurzfristigen und komfortablen Lösungen, die auch das Thema Parkplätze umfassen werden.“ Der Arena-Chef will vor allem dafür sorgen, dass die MT-Fans die ungewohnte Halle als echte Heimspielstätte empfinden.
Im selben Atemzug nennt er Vorteile wie etwa die optimale Anbindung an den ÖPNV. Ein weiterer Pluspunkt seien die zahlreichen Ess- und Trinkstationen, die wie bei Huskies-Spielen geöffnet haben werden: „Im besten Fall sind die Handball-Fans am Ende komplett positiv überrascht“, sagt Sinizin.
Karten und Kapazitäten